Auftakt

Der Lebenskampf und seine Inseln… 

Das Leben ist eine gewaltige Management-Aufgabe. So wenigstens kommt es uns vor, wenn wir uns tagtäglich abmühen und uns davon doch ein wenig mehr erhoffen als bloss nicht unterzugehen. «Work-Life-Balance» heisst der heute gängige Begriff dafür – schöner wäre es, wenn wir von einem «guten Leben» sprechen würden. Nicht von einem perfekten Leben, nicht einmal von einem Leben in perfekter Balance. Aber von einem Leben, das uns und anderen gut tut und damit ganz selbstverständlich auch Gutes tut. Wir fragen in diesem Themenheft danach, was es für ein «gutes Leben» braucht. Und wir fragen immer wieder danach, welche Inseln uns im Alltag über Wasser halten. 

Das forum-Team und seine Inseln…

Unspektakuläre Dinge, die mir im Alltag – häufig sogar unverhofft – Energie spenden: Ein schönes Buch; ein geselliger Abend; ein gutes Gespräch; das Zusammensein mit meiner Familie; ein bunter Blumenstrauss…

Wenn ich aber ganz gezielt «meine Insel» nötig habe, gehe ich in die Natur, wandere und lasse bereits nach wenigen Schritten den Alltag hinter mir. In meiner Gangart, finde ich immer wieder zu mir selber.

Rita Grob, Redaktionssekretärin

 

Jeder Schluck Kaffee aus meiner Espressotasse führt mich für einen kurzen Augenblick in ferne Länder, wunderbare Landschaften oder zu all den Menschen, die damit zu tun haben.

Christoph Wider, Fotograf und Bildredaktor

 

Es gibt so vieles, was mir im Alltag eine kleine Insel bereiten kann: Lesen; Familientisch; Ausgang mit meinem Mann; gutes Essen, guter Wein, gute Freunde und gute Gespräche; unverplante Zeit; die Natur riechen, Bergwelt aufnehmen, Ruhe spüren…

Anita Koch, Geschäftsführerin

 

Ich betrachte mich selbst in einer gegebenen Situation aus einer Vogelperspektive. Dieser innere Abstand verändert und beruhigt. Ich gewinne Distanz zum Geschehen und befinde mich für einen Moment in einer Phase des Ausruhens.

Nadja Hoffmann, Gestalterin

 

Das Schwimmen im Rhein macht mich tief glücklich und voller Lebensfreude. Und das nicht in erster Linie, weil ich mir damit die Kosten für Wellness-Hotels, Therapie-Sitzungen und Fitness-Studios spare.

Thomas Binotto, Chefredaktor

 

Meine Inseln liegen in der Bewegung: Meine Balance finde ich am besten beim Joggen im Wald oder beim Schwimmen im Zürisee.

Pia Stadler, stv. Chefredaktorin

 

Mein Mann und ich – still oder im Gespräch – der Sihl entlang die Natur geniessend – ich auf dem Velo – er rennend. Oder auf dem Sofa in ein Buch abtauchend. Kaffeepausen bei der Schwiegermutter an Haushaltstagen. Im Sonntagsgottesdienst, der mir Ruhe schenkt und mich neu ausrichtet.

Beatrix Ledergerber-Baumer, Redaktorin