Reaktionen auf die Anschläge in Paris

Bündnis gegen Barbarei

Reaktionen auf die Anschläge in Paris

«Wir Leitungspersonen und weitere Mitglieder der verschiedenen Religionsgemeinschaften des Kantons Zürich sind entsetzt und tief betroffen vom Leid, das die gestrigen Terrorangriffe in Paris angerichtet haben. Wir verneigen uns vor den vielen unschuldigen Opfern und sind allen ihren Angehörigen nahe. Und wir nehmen Anteil am aufgewühlten Denken und Fühlen der ganzen Bevölkerung in Paris. Die politische Entwicklung der letzten Zeit betrifft und beschäftigt uns alle. Der Terror von gestern war das Werk von verblendeten und gewissenlosen Mördern, denen es darum geht, in Europa und darüber hinaus Angst, Schrecken und Zwietracht zu verbreiten. Jede religiös verbrämte Gewalt belastet das Verhältnis zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften schwer. Und die Anschläge von gestern sind auch Gift für einen menschlichen Umgang mit den vielen Flüchtlingen, die zur Zeit in Europa Zuflucht suchen. Wir bitten darum alle, in diesen schweren Stunden keine pauschalen Schuldzuweisungen zu machen und vor allem auch Impulsen der Rache keinen Raum zu geben. Der erklärte Krieg der Terroristen darf unsere Köpfe und Herzen nicht verbittern und die Religionen nicht gegeneinander aufbringen. Wir wollen heute mit klarem Kopf und offenen Herzen und über alle Religionsgrenzen hinweg zusammenstehen und unsere Grundwerte der Freiheit, der Sicherheit und des religiösen Friedens gemeinsam verteidigen. Lasst uns miteinander und mit allen Menschen guten Willens eine grosse Koalition der Menschlichkeit bilden. Und ein starkes Bündnis gegen die Barbarei.»

Für den «Interreligiösen Runden Tisch»: Pfr. Michel Müller, Kirchenratspräsident Reformierte Kirche (Vorsitz), André Bollag, Co-Präsident Israelitische Cultusgemeinde, Zeno Cavigelli, Synodalrat Katholische Kirche, Alex Dreifuss, Präsident Jüdische Liberale Gemeinde, Mahmoud El Guindi, Präsident Vereinigung Islamischer Organisationen. Und für das «Zürcher Forum der Religionen»: Pfr. Christoph Sigrist, Präsident

 

«Ich bin tief erschüttert über das Blutbad in Paris. Unser Mitgefühl und unser Gebet gilt den Opfern und Angehörigen. Die Welle der hasserfüllten Gewalt in Paris ist ein Anschlag auf alle Menschen und auf Europa. Gehen wir den Weg Jesu, den Weg des Friedens und der Gewaltlosigkeit. Ich rufe alle Menschen, gleich welchen Glaubens und welcher Religion, dazu auf, für den Frieden einzustehen.»

Bischof Markus Büchel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz am 14. November in einer Erklärung

 

«So eine Barbarei lässt uns sprachlos zurück, und man fragt sich, wie das Herz des Menschen solche furchtbaren Dinge erdenken und umsetzen kann, die nicht nur Frankreich, sondern die ganze Welt erschüttert haben. Angesichts solcher nicht tolerierbarer Akte muss dieser Angriff auf die Würde der menschlichen Person scharf verurteilt werden. Ich möchte erneut deutlich festhalten, dass der Weg der Gewalt und des Hasses nicht die Probleme der Menschheit löst; den Namen Gottes für diesen Weg zu missbrauchen ist blasphemisch!»

Papst Franziskus am 15. November im Angelus-Gebet