Hilfe für Syrien und Defizit

Berichterstattung zur Synodensitzung vom 3. Dezember 2015

Das 60-Millionen-Budget 2016 der Zentralkasse der Katholischen Kirche im Kanton Zürich schliesst trotz leicht höherem Steuerertrag mit einem Aufwandüberschuss von 1,4 Millionen Franken und wurde von der Synode mit zwei Änderungen angenommen.
Für die Opfer des Syrienkrieges sprachen die Synodalen zusätzliche 100 000 Franken für Direkthilfe vor Ort. Die geplante Fachstelle Flüchtlingskoordination gab zu Diskussionen Anlass, wurde dann aber mit 72 Ja zu 13 Nein bewilligt und startet im Januar bei der Caritas. Weiter sprach die Synode zusätzlich zum Budget einmalig 40 000 Franken für das Projekt move der Jugendseelsorge Zürich. Da nicht genügend Sponsoren gefunden werden konnten, sollte der Förderunterricht für Kinder und Jugendliche in schwierigen persönlichen oder sozialen Situationen auf Ende 2015 auslaufen. Dank dem Zusatzkredit kann die Unterstützung bis Ende Schuljahr weitergehen.
Auf ein Gesprächsangebot von Martin Seiz betreffend Bau der Paulus-Akademie an der Pfingstweidstrasse geht der Synodalrat nicht ein. Die von Seiz kontrollierte W. Schmid & Co. hat im Frühling einen Baustopp verfügt. «Bis zum Abschluss des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens bleiben Gespräche über die Zusammenarbeit sistiert», unterstrich Synodalratspräsident Benno Schnüriger. Die entstandenen Zusatzkosten bewilligten die Synodalen kommentarlos.

Text: Beatrix Ledergerber-Baumer