Kulturtipps

Wir empfehlen Bücher zur Gartenliteratur, den Kinofilm «La memoria del agua» (Bild) sowie eine Themenreihe zum Judentum.

Bücher

24 Gartenparadiese in der Schweiz: Zwischen Genfersee und Bodensee porträtiert das Buch in Wort und Bild die grünen Refugien und die Menschen, die sie geschaffen haben. Es sind
 die Gärten ihres Lebens. Sie liegen auch im Kanton Zürich und im Kloster Fahr. Der Garten zeigt sich als Resultat einer tiefen Auseinandersetzung mit einem Ort und seiner Geschichte.
AT Verlag 2016. 272 Seiten. Fr. 59. 90.  ISBN 978-3-03800-895-8
«Traumgärten der Schweiz» Sarah Fasolin/Benedikt Dittli

 

Gärten und Parks, die allen offenstehen, bereichern das Leben: Sie bieten Freiräume zur Entspannung und zum Austausch oder laden zu Spaziergängen ein. Die handliche Publikation stellt 50 aussergewöhnliche Anlagen vor, die vom vielfältigen Reichtum der Gartenkultur in der Schweiz zeugen und Lust zum Entdecken wecken.
«Die schönsten Gärten und Parks der Schweiz»
Schweizer Heimatschutz 2016. 120 Seiten. Fr. 16.-. ISBN 978-3-9523994-7-7
Bestellung unter www.heimatschutz.ch/shop

 

Geheim, versteckt, traumhaft schön: Der Bildband öffnet Einblicke in über 30 grüne Oasen in Zürich. Die Palette reicht von herrschaftlichen Anwesen am Zürichsee über kleine, interessante Vorstadtgärten bis hin zu eleganten Terrassen hoch über der Altstadt. Intime Gartenräume wechseln ab mit grossartigen Anlagen, die von der Internationalität Zürichs zeugen.
«Die geheimen Gärten von Zürich» Andreas Honegger/Gaston Wicky
DVA 2016. 192 Seiten. Fr. 33. 90. SBN: 978-3-421-04029-9

 

Vom englischen Landschaftsgarten über den romantischen Rosengarten bis zum verwunschenen Naturgarten: Fotografien und Pflanzenporträts von Clive Nichols, einem Meister der Lichtstimmungen, berühren und inspirieren gleichermassen. Klassische Gartengedichte und Zitate begleiten durch den Bildband und auf dem gedanklichen Spaziergang in der Natur.
«Paradiesische Gärten» Clive Nichols.
TeNeues 2016. 173 Seiten. Fr. 32. 40. ISBN 978-3-8327-3367-4

Pia Stadler

Kinofilm

Amanda und Javier haben ihren vierjährigen Sohn auf tragische Weise verloren. Amanda erträgt den Anblick ihres Partners nicht mehr: «Du bist er.» In der Folge entwickeln die beiden unterschiedliche Strategien, um weiterleben zu können. Er möchte anknüpfen an die früher erfüllende Zeit, sucht den Kontakt zu seinem Vater oder fragt nach dem Sinn. Sie ergreift die Flucht, stürzt sich in die Arbeit und reaktiviert eine Beziehung.

Der chilenische Regisseur Matías Bize hat einen bewegenden Film geschaffen, bei dem wir die Entwicklung der Hauptfiguren hautnah miterleben. Neben den Herausforderungen für eine Partnerschaft nach einem Schicksalsschlag thematisiert der Film Fragen nach Schuld und Sinn. Er überzeugt in seiner linearen Schlichtheit und verzichtet darauf, Reaktionen der Betroffenen zu bewerten.

Hermann Kocher, medientipp

«La memoria del agua» Chile 2015
Regie: Matías Bize
Besetzung: Elena Anaya, Benjamín Vicuña, Néstor Cantillana…
Verleih: trigon-film.
Ab 26. Mai im Kino. www.arthouse.ch

In Serie

Wiedikon ist eines der Zentren Zürichs, in denen streng praktizierende Juden wohnen. Hier befinden sich zahlrei- che jüdische Institutionen: Synagogen, Schulen, Kindergärten, eine Bäckerei, eine Metzgerei und ein Lebensmittelgeschäft. Das Zürcher Institut für interreligiösen Dialog und die Pfarrei Herz Jesu laden zu vier Abenden ein, die einen vertieften Einblick in jüdisches Leben und jüdische Kultur gewähren.

Ein Vortragsabend erklärt Riten und Symbole, die das Judentum prägen. Ein Spaziergang führt durch die jüdische Welt in Wiedikon. Der Jesuit Christian Rutishauser und der Jude Michel Bollag stellen ihr gemeinsames Buch vor. Und den Abschluss macht ein Filmabend mit anschliessendem Gespräch.

Thomas Binotto

Programm
Mittwoch, 18. Mai 2016, 19 Uhr
Warum essen Juden kein Schweinefleisch?
Jüdische Riten und Symbole und deren Bedeutung

Mittwoch, 1. Juni 2016, 18.30 Uhr
Spaziergang im jüdischen Wiedikon

Donnerstag, 16. Juni 2016, 19 Uhr
Warum warten Juden (immer noch) auf den Messias? Pater Christian Rutishauser SJ und Michel Bollag im Gespräch

Mittwoch, 14. September 2016, 19 Uhr
«Félix et Meira» Film von Maxime Giroux

Veranstaltungsort
Pfarrei Herz Jesu Wiedikon
Pfarreizentrum Johanneum
Aemtlerstr. 43a, 8003 Zürich
www.herzjesu-wiedikon.ch

Text: Redaktion forum