Pfingsten: Die Kraft dieses Mannes

Stell Dir vor, da ist ein Mann, in dessen Angesicht die Menschen erleben, dass sie sein dürfen, wie sie sind. Er erzählt nicht nur von Liebe, jede seiner Handlungen und Gesten ist erfahrbare Liebe.

Stell Dir vor, da ist ein Mann, der gerne bis in die frühen Morgenstunden mit Freunden und Fremden bei einem Feuer über Gott und die Welt redet und dessen Worte die Menschen so tief in ihrer Seele treffen, dass sie ihr Leben zu etwas Schönerem umkrempeln. Er ist Gott so nahe, dass sie Gott erfahren und berühren, wenn sie bei ihm sind.

Stell Dir vor, da ist ein Mensch, der in jeder Sekunde so frei ist, dass er aus tiefem innerem Einverständnis weiss, ob Fressen und Saufen, Stille und Gebet, ein Ausflug mit Freunden oder ein Auftritt vor Tausenden ansteht. Und in jeder Sekunde frei, sich all dem ganz hinzugeben.

Stell Dir vor, seine Freiheit steckt die Menschen an. Es wird ihnen möglich, die Regeln und Zwänge, nach denen ihr Leben bisher getaktet war, die Schutzmechanismen, hinter denen sie sich verkrümmten, aufzubrechen. Über sich selbst hinauszuwachsen. Endlich das zu sein, wonach sie sich sehnten, wirkliche Menschen, sich selbst. Dadurch Frieden zu erleben und weiterzugeben.

Stell Dir vor, dieser Mann wünscht sich Deine Freundschaft. Nicht nur wünscht er sie sich, er sehnt sich danach. Er bittet Dich darum. Er möchte seine Schönheit und Liebe in Dir fortleben lassen.

Und stell Dir vor, dieser Mann ist bereit, alles mit Dir zu teilen, seine innere Freiheit, seine Wahrhaftigkeit, seine Liebe: jene Energie, jene Kraft, aus der heraus er wirkt, die ihn zu dem macht, der er ist. Stell Dir das vor.

Und weisst Du was? Es ist alles wahr. Die Kraft, die diesen Mann vor 2000 Jahren erfüllte und die Menschen erfahren liess, was Liebe sein kann, genau exakt diese Kraft will er Dir schenken. Sie sucht nach Frauen und Männern, in denen sie sich entfalten kann.

Dieser Mensch, diese Kraft, sie sind eins. Sie sehnen sich danach, eins mit Dir zu werden. Damit das geschehen kann, braucht es Deine Bereitschaft, sie in Dir aufzunehmen. Die Tore Deines Herzens weit, Deinen Geist stiller werden zu lassen. Diesem Menschen, dieser Kraft zu sagen: Besuch mich! Auf dass sie Dich erfüllen – und neu werden lassen.

Text: Lea Stocker

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Lea Stocker (36) ist Assistenzärztin am Unispital Zürich und Mitglied der Arbeitsgruppe «Für eine Kirche mit den Frauen».

Foto: zvg