Ristretto: Daniel Otth

Auf einen Ristretto mit Daniel Otth, Synodalrat mit den Ressorts Finanzen und Liegenschaften.

Sie managen ein Budget von 60 Millionen…
Daniel Otth:
Das ist für die vielfältigen und wichtigen Aufgaben der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, welche nicht direkt auf Gemeindeebene anfallen: Spitalseelsorge, Behindertenseelsorge, Migrantenseelsorge, Jugendseelsorge, ökumenische Seelsorge etc., aber auch Beiträge an wirkungsstarke Institutionen wie das forum, die Paulus-Akademie, Caritas oder die Katholischen Schulen, teilweise auch für eigene Liegenschaften.

Ihr Fazit nach bald einem Jahr im Amt?
Es gefällt mir super, ich arbeite für eine sinnvolle Sache mit vielen spannenden Leuten zusammen.

Was macht Ihnen Sorgen?
Die Unternehmenssteuerreform III. Derzeit ist noch nicht klar, in welcher Form und Intensität sie bis zu den Landeskirchen durchdringen wird, aber es könnte eine spürbare Einbusse bei den Kirchensteuern der juristischen Personen mit sich bringen. Wir müssen die Entwicklung auf jeden Fall im Auge behalten und, soweit möglich, Vorsorge treffen.

Sie waren vorher Banker…
Mit 45 Jahren habe ich als Investment Banker aufgehört. Ein Herzinfarkt hat mir den Spiegel vorgehalten: Willst du so weitermachen? Ich entschied mich für einen klaren Bruch und absolvierte ein Theologie-Studium in Fribourg. Als ich mit dem Master abschloss, eröffnete sich die Stelle als Synodalrat – die ideale Verbindung von Theologie und Banker-Erfahrung.

Text: Beatrix Ledergerber-Baumer

Angebot laufend

Daniel Otth ist verheiratet und Vater

dreier erwachsener Kinder.

Foto: Christoph Wider/forum