800 Jahre Dominikaner

Der Dominikanerorden ist benannt nach seinem Gründer, dem heiligen Dominikus von Caleruega (1170 – 1221) aus Spanien. Das Ordenskürzel OP steht für «Orden der Predigerbrüder» und beschreibt den Gründungsauftrag aus dem 13. Jahrhundert: In glaubwürdiger evangelischer Armut den christlichen Glauben gegen die Irrlehren der Zeit zu verkünden.

Die Ende April 1215 in Toulouse gegründete Gemeinschaft wurde 1216 von Papst Honorius III. bestätigt. Sie verbreitete sich rasch in ganz Europa und erhielt in den folgenden Jahrhunderten häufig den zusätzlichen Auftrag der kirchlichen Inquisition. Zahlreiche Mitglieder des Ordens taten sich in Seelsorge, Wissenschaft und Kunst hervor.

Der päpstliche Haustheologe ist bis heute Dominikaner. Weltweit leben heute 5500 Dominikaner in 82 Ländern. Dazukommen 2500 Ordensfrauen in Klausur («Zweiter Orden»), 24 000 Angehörige von Schwesterngemeinschaften, die in Caritas, Bildung und Mission tätig sind, sowie 120 000 Männer und Frauen in dominikanischen Laiengemeinschaften («Dritter Orden»).

Die Schweizer Dominikaner-Provinz zählt 35 Mitglieder in den vier Niederlassungen Genf, Freiburg, Luzern und Zürich. In der Schweiz leben aber über 60 Dominikaner, die nicht zur Provinz gehören.

Verschiedene Professoren an der Universität Freiburg und Doktoratsstudenten aus anderen Provinzen wohnen im Konvent «Albertinum».

Schwieriger ist die Zuteilung der 350 Dominikanerinnen in der Schweiz. Die «kontemplativen Dominikanerinnen» leben in Estavayer-le-Lac, Weesen und Schwyz. Die Dominikanerinnen in Ilanz gehören zu den «apostolischen Gemeinschaften». Diese bilden eine selbstständige Kongregation innerhalb des Ordens.

Ferner gibt es die «autonomen Gemeinschaften». Zu diesen gehören die Dominikanerinnen von Cazis und Wil.

Text: Pia Stadler