Bistum «Zürich» oder «Chur-Zürich»

Der Synodalrat der Katholischen Kirche im Kanton Zürich legt in seinem Antwortschreiben an den Churer Bischof die wichtigsten Punkte, welche für die Errichtung eines Bistums Zürich sprechen, kurz dar.

In seiner Antwort vom 21. April zur Umfrage von Bischof Vitus Huonder schreibt der Synodalrat, eine Herauslösung des Kantons Zürich aus dem Bistum Chur könne nicht ohne Zustimmung der übrigen Kantone im Bistum vollzogen werden.

Er erklärt auch ausdrücklich seine Bereitschaft, die Errichtung eines Bistums Chur-Zürich nochmals vertieft zu analysieren:
«Die Vorarbeiten für die Errichtung eines Bistums Chur-Zürich waren in den Jahren 2005–2008 sehr weit gediehen. Es ist wünschenswert, dass alle diesbezüglichen Fragen auch im Zusammenhang mit der Errichtung eines Doppel-Bistums Zürich noch einmal geprüft werden. Dann könnte auch der Name des Bistums analog den Bezeichnungen Stuttgart-Rottenburg und München-Freising in Zürich und Chur noch einmal diskutiert werden.»

Der Synodalrat fasst in seinem Schreiben an den Churer Bischof wichtige Punkte zur Vorgeschichte und die Gründe, die für die Schaffung eines Bistums Zürich sprechen, zusammen.
Der Impuls für eine Prüfung der heutigen Bistumseinteilung war schon mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil in den 1960er Jahren und durch die Synode 72 an die Schweizer Bischofskonferenz herangetragen worden. Diese hatte eine Projektkommission eingesetzt, welche u. a. ein Bistum Zürich vorschlug.

Im Auftrag von Bischof Johannes Vonderach reichte die damalige Zentralkommission der Schweizer Bischofskonferenz formell ein Gesuch um die Errichtung eines Bistums Zürich ein. Das Begehren wurde nie beantwortet und 2012 vom Synodalrat erneuert.

Die Argumente für ein Bistum Zürich liegen seit den 1980er Jahren auf dem Tisch und sind aktueller denn je: Ein Bischof vor Ort für knapp 400 000 Katholikinnen und Katholiken ist aus pastoraler Sicht sehr zu begrüssen.
Persönliche Kontakte und kurze Entscheidungswege fördern und erleichtern die Zusammenarbeit – nicht zuletzt in ökumenischer Perspektive.