Gemeinsam den Schatz finden

Seit 20 Jahren engagiert sich die Pfarrei Guthirt Zürich im ökumenischen Tages-Ferienlager. Diesmal gingen die Kinder auf Schatzsuche.

Die Sonne scheint warm an diesem Freitag, und die vielen Kinder im Hof der Pfarrei Guthirt in Zürich-Wipkingen springen herum, spielen Ball und lachen. Die Stimmung ist fröhlich und ausgelassen. Kein Kind sitzt allein am Rand oder tippt auf einem Smartphone herum.

So gefällt es Armin Stalder. Er leitet zusammen mit zwei Kolleginnen der beiden reformierten Kirchgemeinden im Quartier das ökumenische Tageslager für Kinder in Wipkingen.

Auf dem Hof der Pfarrei Guthirt herrscht während der Frühlingsferien fröhliches Leben.

Auf dem Hof der Pfarrei Guthirt herrscht während der Frühlingsferien fröhliches Leben. Foto: Oliver Sittel

Hereinspaziert zum Ferienplausch in der Pfarrei Guthirt.

Hereinspaziert zum Ferienplausch in der Pfarrei Guthirt. Foto: Oliver Sittel

Durch die grosse Altersspanne vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse lernen die Kinder aufeinander zu achten.

Durch die grosse Altersspanne vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse lernen die Kinder aufeinander zu achten. Foto: Oliver Sittel

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Schon seit 20 Jahren wird diese Tages-Ferienwoche – jeweils von 9 bis 17 Uhr – durchgeführt, in diesem Jahr unter dem Motto «Schatzsuche».

Die Kinder basteln Schatztruhen und suchen dann auch einen richtigen Schatz im Wald. An einem Tag des einwöchigen Lagers kommt ein Polizist mit seinem Hund und zeigte den Kindern, wie dieser versteckte Dinge findet.

«Schatzsuche» sei durchaus auch im übertragenen Sinn gemeint, unterstreicht Stalder: «Wenn wir miteinander eine ganze Woche verbringen und Kinder zu Freunden werden, die sich vorher nicht kannten, finden wir auch einen Schatz», sagt der Katechet und Familienarbeiter der Pfarrei.
«Gerade durch die grosse Altersspanne vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse lernen die Kinder, aufeinander zu achten.»

Stalder erwähnt den Besuch im Zoo: «Die Kinder konnten sich in Dreiergruppen im Zoo frei bewegen. Da haben sich die Grossen um die Kleinen gekümmert.»

Dies sei für ihn der eigentliche Auftrag: Die Kinder sollen im kirchlichen Umfeld Gemeinschaft erleben und sich besser kennenlernen, um danach auch ausserhalb des Lagers ein tragfähigeres Beziehungsnetz zu haben.«Es ist immer gut, wenn man auf dem Pausenplatz unter den Grossen einen Freund hat.»

Dass er und seine Co-Leiterinnen auf positives Feedback stossen, hören sie vor allem beim Abschlussgrillieren mit den ganzen Familien im Wald. Die Eltern bedankten sich auf unterschiedlichste Weise. Nicht nur dafür, dass die Kinder in den Ferien eine Woche lang gehütet wurden.

Es sei den Eltern sehr wichtig gewesen, dass sich viele Kinder nachher gegenseitig besucht und fröhlich miteinander gespielt hätten. Eben solche Kinder, die sich vorher nicht kannten.
Armin Stalder nickt und sagt: «Das ist genau das, was für mich zählt.»

Text: Oliver Sittel, freier Mitarbeiter