Freiwillig: Einsatz für Flüchtlinge

Martina und Hännes Broich Seelsorgerin und Gemeindeleiter in St. Petrus Embrachertal haben sich in Idomeni für Flüchtlinge eingesetzt.

Die Idee kam durch einen Einsatz unseres Sohnes in Serbien. Wir dachten uns, dass wir auch etwas tun könnten. Zwar engagieren wir uns mit der Kirchgemeinde für Flüchtlinge, aber konkret etwas tun und nicht nur darüber zu sprechen, war für uns wichtig. Ausserdem fanden wir’s gut, auch einmal Freiwillige zu sein und etwas zu tun, was mit unserer normalen Arbeit überhaupt nichts zu tun hat in der Pfarrei arbeiten wir ja mit Freiwilligen zusammen.  

So haben wir uns über Facebook auf die Suche nach einer Organisation gemacht, die vor Ort arbeitet. Einfach nur hinfahren und nett lächeln hilft niemandem. Als wir uns für die «Borderfree Association» entschieden und uns dort meldeten, wurden wir auch gleich herzlich willkommen geheissen, und unsere Ankunft wurde sehnlichst erwartet. «Borderfree» ist mit einem Zelt in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze tätig und verpflegt jeden Tag unzählige Flüchtlinge, die dort gestrandet sind und unter schwierigsten Umständen leben müssen.

Als wir ankamen, wurde uns kurz die Situation und unsere Arbeit erklärt. Dann legten wir los: für 2000 Mahlzeiten pro Tag Gemüse putzen, Kartoffeln schälen, Pfannen und Töpfe reinigen und uns um die Flüchtlinge kümmern. Eigentlich hätten wir eine Woche in Exerzitien verbringen können. Aber im Jahr der Barmherzigkeit wollten wir lieber «Gott im Menschen begegnen». Diese Begegnungen mit den Flüchtlingen haben stark auf uns gewirkt. Der Abschied fiel uns dann sehr schwer und wir würden jederzeit wieder hingehen. Vielleicht wird es ja zur «Gewohnheit»?

Text: Oliver Sittel

Angebot laufend

«Statt einer Woche Exerzitien wollten wir Gott im Menschen begegnen.»
«Statt einer Woche Exerzitien wollten wir Gott im Menschen begegnen.»

Foto: Oliver Sittel