Reise ins Weltall

Pfadis aus dem Raum Winterthur vergnügen sich im Regionslager.

Wenn man auf die riesige Wiese von Bauer Fritz im luzernischen Rickenbach kommt, stehen einem keine grasenden Kühe gegenüber. Die Wiese hat sich in den Planeten Eulachon verwandelt und ist in diesem Jahr von Pfadfindern aller Altersstufen der Pfadi-Region Winterthur bevölkert. Dort verbringen sie gemeinsam zwei Wochen im Regionslager.

Abenteuer auf dem Planeten Eulachon machen hungrig: Pfadis beim Kochen.

Abenteuer auf dem Planeten Eulachon machen hungrig: Pfadis beim Kochen. Foto: Oliver Sittel

Die Wiese hat sich in den Planeten Eulachon verwandelt.

Die Wiese hat sich in den Planeten Eulachon verwandelt. Foto: Oliver Sittel

Die Kinder und Jugendlichen haben im Lager viel Spass.

Die Kinder und Jugendlichen haben im Lager viel Spass. Foto: Oliver Sittel.

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Überall in dem grossen Lager springen, spielen und laufen Kinder und Jugendliche herum, haben gute Laune und geniessen das warme Wetter. Etwa 700 junge Menschen sind angereist.
Während der beiden Lagerwochen müssen die Kinder und Jugendlichen auf diesem fremden Planeten verschiedene Aufgaben erfüllen: zum Beispiel die bösen Pflanzenhasser vertreiben und das schwarze Loch wieder zunähen. Die Abenteuer im Freien und die Sorge zum Planeten spielen hierbei eine zentrale Rolle.

Die Idee, nach 2003 wieder einmal ein grosses Regionslager zu veranstalten, kam den beiden Pfadi-Leitern Michael Nydegger alias Hannibal und Michael Stutz alias Speedy des katholischen Pfadi-Corps Suso Winterthur im Jahr 2011. Sie beide sind langgediente Leiter und wollten zum Abschluss ihrer aktiven Pfadi-Zeit noch einmal einen grossen Event organisieren.

«Ich freue mich, wieder einmal draussen zu sein, dass es andere Leute auch anzieht und dass wir zusammen hier was Lässiges auf die Beine gestellt haben.» So Hannibal zu seiner Motivation befragt.
Unter anderem können die Teilnehmer beim Lagerradio mitmachen, weiterhin können sie an der Lagerzeitung mitarbeiten, die alle zwei Tage herauskommt oder sie können per Funk mit Pfadfindern in der ganzen Welt im Kontakt sein.

Für Hannibal sind diese Angebote für die Kinder und Jugendlichen aber nicht nur eine logistische Aufgabe: «Die Jugendarbeit, die wir hier machen, finde ich sehr wertvoll. Wir Älteren können den Jüngeren die Freiheit geben, einfach mal zu machen.
Sie dürfen auch mal was falsch machen und erhalten weiterhin das Vertrauen, dass es beim nächsten Mal wieder gut klappt. So ist es auch bei uns in den Kirchgemeinden. Sie sind für uns da, geben Support und trotzdem die Freiheit, dass wir einfach mal machen dürfen.

Wenn ich hier die vielen positiven Rückmeldungen aus den Abteilungen und von den Helfern höre, sind das die Momente, an denen ich Freude habe und die mir Energie geben.»

Text: Oliver Sittel