Kirche als letzter Zufluchtsort

Synodalrat spricht Nothilfe für kinderreiche Familien in Damaskus.

30 000 Franken Nothilfe für kinderreiche Familien in Damaskus hat der Synodalrat an seiner letzten Sitzung im Jahr 2015 bewilligt. Seit vier Jahren dauert der Bürgerkrieg in Syrien. Die grösste Not leiden Menschen mit tieferen Einkommen und kinderreiche Familien. Für viele ist die Kirche einer der wenigen Zufluchtsorte. Die melkitisch-griechisch-katholische Pfarrei St. Cyrill in der syrischen Hauptstadt Damaskus hat sich zum Ziel gesetzt, rund einen Drittel der geschätzten dreitausend kinderreichen christlichen Familien vor Ort zu unterstützen. Sie tut dies mit Kleidung, Nahrung, Strom und Petroleum. Zudem investiert die Pfarrei in die Schulbildung und die medizinische Versorgung.

Über die Pfarrei St. Josef in Horgen fand der Antrag für die Nothilfe in St. Cyrill in Damaskus den Weg in den Synodalrat. «Der Entscheid des Synodalrats freut mich sehr, war Pater Georges Aboud von Damaskus doch privat bei mir zu Besuch und keine Spendenaktion geplant», sagt der Horgener Pfarrer Adrian Lüchinger. Die beiden verbindet eine mehrjährige Freundschaft. «Es hat sich am letzten Wochenende wirklich ein Adventsfenster geöffnet. Die Kirchenpflege hat ebenfalls einen Betrag gesprochen und auch einige Gottesdienstbesucher spendeten spontan Geld. Eine wirklich glückliche Fügung», ist Pfarrer Lüchinger überzeugt.

Text: pd