Leserbriefe

Leserbriefe aus unserer Nummer 2/2016

«Menschwerdung» ➜ forum 26/2015

Die Jungfrau Maria ist nach katholischerLehre die immerwährende Jungfrau, also vor, während und nach der Geburt ihres göttlichen Sohnes Jesus. Ein altes Kirchenlied drückt dies so aus: «Gleichwie die Sonn durchscheint das Glas mit ihrem klaren Scheine, und dennoch nicht versehret das, so merket allgemeine: In gleicher Weis geboren ward von einer Jungfrau rein und zart Gottes Sohn, der werte.» Für Gott ist bekanntlich nichts unmöglich, sonst wäre er nicht Gott. Durch den Heiligen Geist, also Gott selbst, und durch Marias Jawort, hat sie in ihrem Schoss den Sohn Gottes empfangen. Wenn Gott an Maria dieses Wunder gewirkt hat, so konnte er auch, wie im Kirchenlied beschrieben, die Geburt auf übernatürliche Weise bewirken. Er hat die Naturgesetze geschaffen und kann sie gegebenenfalls auch aufheben. Dadurch wird bekräftigt, dass Jesus gleichzeitig Mensch und Gott ist.

Helen Thomas-Walker, Zürich

 

«Arbeit schafft Menschenwürde» ➜ forum 1/2016

Der Artikel von Abt Urban geht eher auf das Verhältnis von Arbeit und Geld ein als von Arbeit und Menschenwürde. So mutet sein Gedankengang konfus an. Geldgeschenke an Arbeitslose sollen Arbeit ermöglichen. Es entspreche dem benediktinischen Sinn. Im Kloster brauche man das Geld, um zu arbeiten; als ob leeres Geld Bedürfnisse schaffen würde, die durch Arbeit befriedigt werden könnten. Die Nationalbank kann das ganze Land mit Geld überschwemmen; aber damit wären die Bedürfnisse nach Nahrung, Kleidung oder Wohnung die gleichen wie vorher und diese Werte müssten nach wie vor durch Arbeit erworben werden. Die Wahrheit ist: Das Kloster braucht das Geld nicht, um selber zu arbeiten, sondern um Arbeiter anstellen zu können. Es ist unverständlich, wie geistliche Überlegungen zu solch verkehrten politischen Schlüssen führen können.

Josef Köchle, Zürich

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