Ristretto mit Priska Alldis

Priska Alldis leitet die neue Fachstelle für Flüchtlinge bei der Caritas Zürich.

Wieso braucht es die neue Fachstelle für Flüchtlinge?
Der Entscheid fiel im letzten Sommer, als sich die Flüchtlingssituation immer mehr zuspitzte. Es gab viele Pfarreien, die sich engagieren wollten, jedoch nicht genau wussten wie. Darum hat sich die katholische Kirche entschieden, eine Fachstelle einzurichten, um Pfarreien in Flüchtlingsfragen und Projekten zu unterstützen.

Konkrete Projekte?
Momentan bin ich daran, eine Website zu erstellen, wo alle Angebote der kirchlichen Flüchtlingsarbeit im Kanton Zürich als Übersicht zu finden sind. Ausserdem sind wir mit der reformierten Landeskirche dabei, ökumenische Weiterbildungskurse für Freiwillige anzubieten, die sich für Flüchtlinge engagieren.

Was ist Ihnen wichtig?
Ich finde es wichtig, dass wir Flüchtlinge als unterschiedliche Persönlichkeiten wahrnehmen. Die einen brauchen Unterstützung, andere brauchen Kontakte und Freundschaften und wieder andere einfach einen geschützten Raum zum Ankommen. Dies soll respektiert werden.

Arbeitsalltag?
Ich habe keinen – Das ist das Schöne. Ich bin viel unterwegs, halte Vorträge zum Beispiel über das Asylverfahren und berate beim Aufgleisen von Projekten. Ausserdem versuche ich, die verschiedenen Pfarreien und Organisationen zu vernetzen. Es läuft schon so viel Gutes und ich möchte, dass hier vermehrt der Austausch stattfinden kann. lun

Text: Luana Nava

Angebot laufend

Priska Alldis arbeitet seit Anfang Jahr bei der neuen Fachstelle Flüchtlinge von Caritas. Vorher war sie als Integrationsbeauftragte in Dietikon tätig.