Ristretto: Ruth Thalmann

Auf einen Ristretto mit Ruth Thalmann, Synodalrätin mit dem Ressort «Soziales»

Vor dieser Amtszeit war die Jugendkirche «ihr Baby».
Eine Jugendkirche gab es schon, aber es funktionierte nicht richtig. Seit sechs Jahren ist sie nun als «jenseits im viadukt» bekannt, und ich bin fasziniert von dem, was dort läuft. Wir müssen solche neuen Wege wagen, wenn wir die Kirche heute den Menschen näherbringen wollen.

Nun sind Sie für «Soziales» zuständig.
Ich bin in Leitungsgremien sozialer Werke wie Caritas und der Dargebotenen Hand. Ein Hilfswerk ist sehr komplex, es gibt nicht einfach eine Einnahmequelle, sondern Beiträge von Stiftungen, Legate, Spenden... die sind alle schwierig zu planen. Das ist ein spezielles Business, und es ist extrem spannend, hier mitsteuern zu dürfen.

Probleme?
Die aktuelle Zinspolitik macht vielen zu schaffen: Stiftungen, die ihre Zinse ausschütten, können weniger weitergeben. Es müssen neue Geldquellen gefunden oder Leistungen abgebaut werden, die irgendwann vom Staat finanziert werden müssen. Das wird mehr kosten, weil bei uns die Freiwilligen sehr viel beitragen!

Ihre Motivation?
Schon als Kind haben wir mit mehreren Familien in Nänikon-Greifensee, wo es noch keine Pfarrei gab, in einem Saal alles für Gottesdienste vorbereitet und gemeinsam gefeiert. Später war ich Katechetin, im Vorstand des katholischen Frauenvereins, in der Kirchenpflege und dann im Synodalrat. Kirchliches Engagement gehört für mich zum Leben. 

Text: Beatrix Ledergerber-Baumer

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Ruth Thalmann ist seit 2007 im Synodalrat. Die Primarlehrerin arbeitet auch im Familienbetrieb mit und hat drei erwachsene Kinder.