Baustopp aufgehoben

Der Baustopp für die Paulus-Akademie im Kulturpark an der Pfingstweid­strasse ist aufgehoben. Im Rechtsstreit zwischen der katholischen Körperschaft und der W. Schmid & Co AG konnte ein Vergleich erreicht werden.

Das Neubauprojekt der Katholischen Kirche im Kanton Zürich war im Frühling 2015 wegen einem Streit mit der Trägerschaft des Kulturparkes ins Stocken geraten. 

Die Auseinandersetzung entzündete sich an der Beschriftung, welche die Paulus-Akademie am Gebäude anbringen wollte, sowie an der Organisation des gesamten Veranstaltungsbereichs im Kulturpark, welche die Paulus-Akademie übernehmen sollte.

Dem Gründer des Kulturparks, Martin Seiz, war dies offenbar plötzlich ein zu starkes konfessionelles Image und er verhängte den Baustopp. Das war möglich, weil die Eigentumsübertragung nach abgeschlossenem Kaufvertrag noch nicht erfolgt war.

Nun einigte man sich mit Hilfe einer Mediation darauf, die Eigentumsübertragung des fast fertiggestellten Gebäudes bis spätestens Ende Februar 2017 zu vollziehen, wie die Informationsstelle der Katholischen Kirche im Kanton Zürich mitteilt. Damit wird das Verfahren der Körperschaft gegen die W. Schmid & Co AG hinfällig. 

In Bezug auf die Streitpunkte hätten beide Parteien vorläufig Stillschweigen vereinbart, erklärt Synodalratspräsident Benno Schnüriger. Die Eigentumsübertragung sei explizit von den Streitfragen abgekoppelt worden und werde nun durchgeführt.

Die Verhandlungen zur Frage der Beschriftung und der Organisation der Veranstaltungen würden mit der Stiftung Hamasil, die den Kulturpark führt, weitergeführt. Es wird davon ausgegangen, dass man sich in diesen Fragen angenähert hat. 

Vom aktuellen Vergleich explizit ausgenommen sind ausserdem die Zusatzkosten, welche durch den Baustopp anfallen. Auch hier ist noch mit Diskussionen zu rechnen. Die Synode hatte für den Bau insgesamt 17 Millionen Franken bewilligt.

Text: Beatrix Ledergerber-Baumer