Kulturtipps

Wir empfehlen das autobiografische Buch «Herzenssache»; eine Ausstellung mit Werken von Ferdinand Gehr; sowie die kommentierte Textsammlung «Das Menschenhaus» von Hubert Halbfass.

Buch

Katharina Heyer hatte sich als Designerin einen Namen gemacht und ein erfolgreiches Geschäft aufgebaut, für das sie die ganze Welt bereiste. Doch der Wunsch, aus dem «Hamsterrad» auszubrechen, wurde zunehmend grösser. Gerade 55 Jahre alt geworden, sollte eine Reise nach Südspanien ihr Leben verändern: Durch Zufall entdeckte sie in der Strasse von Gibraltar eine der grössten Walpopulationen der Welt: Finnwale, Pottwale, Grindwale, Orcas und Delfine. Mit leidenschaftlichem Engagement setzt sich die am Stadtrand von Zürich wohnhafte Frau seither für den Schutz dieser bedrohten Tiere ein. Ein Buch, das zeigt, wohin Mut und das Vertrauen in die innere Stimme führen können.

ps

«Herzenssache»
Mein Leben mit den Walen und Delfinen in der Strasse von Gibraltar.
Katharina Heyer. Wörterseh 2016. 
256 Seiten, mit farbigem Bildteil.
Fr. 34.90. ISBN 978-3-03763-072-3

Ausstellung

Über sieben Jahrzehnte lang war Ferdinand Gehr (1896 – 1996) im öffentlichen Auftrag für Kirchen, Schulen, Gemeinden und Vereine tätig. Allein im Bereich der Malerei verantwortete er über 60 Projekte. Während die Öffentlichkeit auf die modernen Bildfindungen oft mit Ablehnung reagierte, schätzten die Architekten Gehrs einmaliges Gespür für räumliche Zusammenhänge und seine Fähigkeit, Innenräume in Abstimmung mit der Architektur zu gestalten. In enger Kooperation mit ihnen prägte Gehr bis in die 1990er-Jahre den öffentlichen Raum in der Schweiz mit.
Die Ausstellung rückt Gehrs Werke am sakralen und profanen Bau ins Zentrum. Sie machen Gehrs Bedeutung für die Schweizer Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts aus.

pd/ps

«Ferdinand Gehr – Bauen an der Kunst»
Bis 26. Februar 2017.
Kunstmuseum, Kirchgasse 8, Olten.
Di–Fr, 14–17 Uhr; Do, 14–19 Uhr; Sa/So 10–17 Uhr.
www.kunstmuseumolten.ch

Buch

Geschichten und Gedichte sind ein eigener Schlüssel zur Welt und buchstäblich verdichtete Wirklichkeit. Literatur ist auch Herausforderung und Einladung, Anfrage und Anregung, sich der Theologie immer wieder neu zu nähern. Die inspirierende Textsammlung, zusammengestellt durch den Theologen Hubert Halbfass, emeritierter Professor für katholische Theologie und Religionspädagogik, beleuchtet in verschiedensten Bereichen den Weg, den die Menschen seit der Aufklärung beschreiten. Angaben über die Entstehungszeit, geschichtliche Hintergründe und literarische Eigenheiten sowie Interpretationshilfen machen die Texte fassbar und stellen Zusammenhänge her. Wer überraschende Zugänge zu scheinbar altbekannten Themen sucht, wird hier fündig.

ps

«Das Menschenhaus»
Gedächtnis der Zeiten.
Hubert Halbfass (Hg.). Patmos Verlag 2016. 344 Seiten. Fr. 41.90.
ISBN 978-3-8436-0682-0