Konfettiregen in Küsnacht

Fasnacht findet bei jedem Wetter statt – auch in Küsnacht. Über 750 Menschen nahmen am 5. Februar trotz Regen am Kinderumzug teil.

Otto, der schweizerische Indiana Jones, nimmt das Mikrofon: «Wir gehen jetzt auf Safari in Küsnacht!» Die Kinder in der Menge schauen staunend zu ihm hoch, als er auf dem Gemeindeplatz Küsnacht durch den Nieselregen ruft. Der Umzug beginnt.

Mehr als 750 Menschen, Eltern und Kinder, trotzen dem grauen Wetter und spazieren von Guggemusik begleitet durch Küsnacht zum katholischen Pfarreizentrum. Eine bunte Schar: Winnetous neben Engelchen, Leoparden neben Pippi Langstrumpf. Die Kinder sind in allen Farben geschminkt und in Konfetti getunkt. Doch weder der Konfetti- noch der echte Regen machen der Menge etwas aus: «Das gehört einfach zur Fasnacht!», hört man sagen. Auch die Erwachsenen sind verkleidet und feiern fröhlich mit. 

Schon zum vierten Mal organisiert der Verein «Kinder-Fasnacht Küsnacht» dieses Jahr den Grossevent. Zusammen mit dem Seerettungsdienst Küsnacht-Erlenbach und dem Familienclub bietet er nach dem traditionellen Umzug Barfeeling, Kuchen und Musik an. Beim Fest im Pfarreizentrum wird gegessen, getanzt und als Höhepunkt das beste Kostüm gekürt. Dieses Jahr sind drei Kinder die Glücklichen, welche als Früchte aus der Geschichte «Raupe Nimmersatt» verkleidet kamen. 

Dominik Dozza von der Jugendarbeit Küsnacht ist zufrieden: «Ich höre sehr viel Gutes.» Zusammen mit den rund 60 Mitwirkenden stellte er auch dieses Jahr wieder eine gelungene Fasnacht unter dem Motto «Klein, aber fein» auf die Beine. Er selbst lässt es im Bärenkostüm auf der Bühne krachen. Motiviert ist er durch die positive Zusammenarbeit mit den Mitwirkenden: «Die gute Stimmung unter uns ist wie Benzin für unseren Motor, ohne das würde es nicht gehen!», meint er dazu.

Am glücklichsten machen ihn jedoch die vielen Kinder, welche mit viel Mühe und Herzblut ihre Kostüme kreiert haben und diese voller Stolz zur Schau stellen. Die katholische Kirche hat für ihren grössten Anlass erneut die Infrastruktur zur Verfügung gestellt und zum Gelingen des Fasnachtsfestes beigetragen.«Wir sind sehr dankbar», sagt Dominik Dozza.


Text: Luana Nava, freie Mitarbeiterin