Firmvorbereitung

Gemeinschaft, Solidarität, Glaube

Mit Workshops zu Meditation, Caritas oder Taizé, einem spirituellen Impuls und Sandwiches: So sind junge Leute am Winti-Spirits unterwegs zur Firmung.

«Nennt euren Namen, eure Pfarrei und sagt etwas zu eurer Kirche»: Stefan Staubli, Pfarrer in solidum in St. Peter und Paul Winterthur, beginnt mit seinem Workshop zum Thema «Katholische Kirche – wie weiter?» Sieben Jugendliche sitzen um eine orange Kerze im Kreis und spielen sich gegenseitig den Ball zu. 

«Mir gefällt der Kirchturm», meint einer – einem anderen die Offenheit der Kirche, die Farbe der Kirchenfenster. Authentisch erzählt Pfarrer Stefan Staubli, was Kirche für ihn bedeutet. Die Jugendlichen hören aufmerksam zu. Danach der Austausch: Was bedeutet Kirche für sie?

Mit Workshops zu Meditation, Caritas, Behindertenseelsorge, Katholische Kirche und Taizé werden die Jugendlichen angeregt, über ihr eigenes Glaubensleben und die Beziehung zur Kirche nachzudenken. Auch zwei ehemalige Schweizergardisten sind zu Gast.

Was bedeutet mir Kirche? Am Winti-Sprits setzen sich Jugendliche mit ihrem Glauben auseinander.

Was bedeutet mir Kirche? Am Winti-Sprits setzen sich Jugendliche mit ihrem Glauben auseinander. Foto: Christoph Wider, forum

Mit Workshops zu Meditation, Caritas, Behindertenseelsorge, Katholische Kirche und Taizé werden die Jugendlichen angeregt, über ihr eigenes Glaubensleben und die Beziehung zur Kirche nachzudenken.

Mit Workshops zu Meditation, Caritas, Behindertenseelsorge, Katholische Kirche und Taizé werden die Jugendlichen angeregt, über ihr eigenes Glaubensleben und die Beziehung zur Kirche nachzudenken. Foto: Christoph Wider, forum

1 | 1

Die regionale Jugendseelsorge Winterthur, die seit circa dreissig Jahren besteht, führt seit mehreren Jahren Firmtreffen und Kick-off-Events für Oberstufenschülerinnen und -schüler durch. Aus allen sieben Pfarreien der Kirchgemeinde Winterthur sind Firmlinge am diesjährigen Winti-Spirits im Pfarreizentrum St. Laurentius dabei. Wichtig ist beim Winti-Spirits, dass sich die Firmlinge selbst für die Workshops anmelden, welche sie persönlich interessieren. Oliver Sittel, welcher seit zehn Jahren diese Treffen organisiert, meint dazu: «Es geht bei Winti-Spirits wirklich um den Einzelnen, der sich für etwas Besonderes interessiert. In jedem Atelier geht es um Gemeinschaft, Solidarität und Glauben.»

Zusammen mit den Pastoralassistentinnen und -assistenten und Pfarrern aus Winterthur, welche gemeinsam zum Gelingen des Winti-Spirits beitragen, stösst er immer wieder auf positives Feedback: «Ich höre von den Jugendlichen, dass es ihnen gefällt, weil es eben anders ist.»

Karin Oertle erzählt im Workshop zur Behindertenseelsorge, wie sie mit ihrer Blindheit umgeht. Die Jugendlichen hören gebannt zu, stellen Fragen. Auch hier wird Glaube weitergegeben – und es geht darum, wie auf Personen mit Blindheit oder sonstigen Einschränkungen Rücksicht genommen werden kann. Oliver Sittel ist diese authentische Weitergabe des Glaubens sehr wichtig: «Ich bemühe mich stets, echt zu sein. Mir ist die Weitergabe des Glaubens wichtig. Das Evangelium ist die Grundlage meines Lebens.»

Text: Luana Nava