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Jane Austen

Man könnte meinen, sie habe für romantische Frauen- und auch ein paar Männerseelen geschrieben. Aber Jane Austen ist keine Autorin für Vintage-Nostalgie – sie ist eine Gigantin der Literaturgeschichte und eine scharfsinnige Kämpferin für weibliche Emanzipation.

Vor 200 Jahren am 18. Juli 1817 starb Jane Austen. Nach 42 Lebensjahren hinterliess sie lediglich sechs vollendete Romane, drei Fragmente und rund 160 Briefe. Sowie einige Jugendwerke, die zwischen ihrem 11. und 17. Lebensjahr entstanden.

Dennoch ist Austen ein Grossereignis, nicht nur der englischen Literatur. Sie ist gleichermassen anerkannt als Klassikerin, wie sie beliebt ist bei Leserinen und Lesern auf der ganzen Welt.

Kunststück! Ihre Romane lesen sich heute noch genauso frisch wie im 19. Jahrhundert. Jane Austen hält ihrer Gesellschaft einen Spiegel vor – und das Spiegelbild sieht nur oberflächlich betrachtet anders aus als heute. Sie kämpft mit feiner, ungemein gewitzter Klinge für Emanzipation. Und sie ist bei alledem eine Plot- und Dialogmeisterin oberster Kategorie.

Deshalb will man Jane Austen immer und immer wieder lesen – und will dann auch noch immer und immer neue filmische Adaptionen ihrer Werke geniessen.

Wer ganz tief eintauchen will in Austen-Country, der sollte sich die wunderschöne Gesamtausgabe bei Reclam nicht entgehen lassen. Und er wird an einer DVD-Box mit 14 Austen-Verfilmungen der BBC kaum vorbeigehen können. Damit nicht genug, sollte er sich auch die Verfilmungen von Ang Lee, Patricia Rozema, Whit Stillman und Douglas McGrath besorgen.

"The Real Jane Austen» (BBC-Dokumentation von 2002)

Text: Thomas Binotto

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Jane Austen in Wort und Bild
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Das Szenenbild im Seitenkopf stammt aus dem Biopic «Miss Austen Regrets» von Jeremy Lovering mit Olivia Williams in der Titelrolle.