Jubla-Tag

Durch Fantasie und Regen reisen

Es regnete in Strömen. Aber am ersten schweizweiten Jubla-Tag liess sich niemand davon abhalten, die Freude an aktiver Freizeitgestaltung zu entdecken.

«Es gibt kein schlechtes Wetter…!» So kommentiert Melina Tschuor lächelnd das Wetter. Sie ist Scharleiterin von Jungwacht Blauring in Dielsdorf und Niederhasli. Mit acht weiteren Leiterinnen und Leitern steht sie mit nassen Kleidern im Regen. Es ist Samstag, 9. September: in der ganzen Schweiz findet der nationale Jublatag statt. In über 420 Scharen haben die Verantwortlichen ein Programm erstellt, um interessierte Kinder, Jugendliche und Eltern auf eine Reise durch die Welt von Jungwacht Blauring mitzunehmen.

Für die Kinder der beiden Gruppen «Jublalinos» und «Murmeli» hat an diesem Tag Arbon Berisha ein zweieinhalbstündiges Programm vorbereitet. Mit Plakaten und Internetwerbung haben sie aber dieses Mal zusätzlich neue Kinder und Jugendliche eingeladen.

Triumph der Entdeckerfreude über den Regen.

Triumph der Entdeckerfreude über den Regen. Foto: Oliver Sittel

1 | 1

Von den etwa 25 Kindern sind fünf zum ersten Mal dabei. Sie treffen sich um 14 Uhr auf dem Dorfplatz in Niederhasli für ihre Reise durch Fantasie und Regen auf der Suche nach dem «Has». Der Weg führt durch Wohngebiete, an der Schule vorbei in den nahegelegenen Wald. Unterwegs treffen sie seltsame Gestalten, die ihnen Hinweise geben, wie der «Has» zu finden ist.

Berisha erklärt, was es mit dem nationalen Jublatag auf sich hat: «Dieser schweizweite Schnuppertag findet zum ersten Mal statt. So konnten wir alle einheitlich Werbung machen für Jubla.» Er ist Leiter aus Steinmaur und engagiert sich für die Gruppen aus Dielsdorf und Niederhasli, besonders bei Lagersport und Trekking. Die Verantwortung für den Jublatag hat er sich ausgesucht, da es ein besonderer Tag für die Jubla und auch für ihn ist: Zum letzten Mal macht er als aktiver Leiter mit. 

Auf die Frage, warum er aufhört, sagt er: «Ich bin mehr als 10 Jahre dabei. Es ist jetzt ein Zeitpunkt, wo alles passt, auch mit dem Leitungs-team. Es geht gut weiter.» Denn bei Jungwacht Blauring übernehmen immer wieder neue junge Menschen Verantwortung und können so unbezahlbare Lebenserfahrungen sammeln.

Dass es gut weitergeht, kann man sich beim Anblick der begeisterten Kinder gut vorstellen. Sie rennen durch den Wald, spielen «Räuber und Gendarm», essen das mitgebrachte Picknick komplett auf und ja, den «Has» mit seinen goldenen Ohren haben sie auch noch gefunden.

Text: Oliver Sittel, freier Mitarbeiter