Jugendliche zu Kirchen und Glauben

Im Hippiebus auf Tournee

Ein Hippiebus ist auf Tournee: Er sammelt die Meinung von Jugendlichen zu Kirche und Glauben.

Es ist Freitagabend, bewölkt, als der grüne Hippiebus – genannt Papstmobil – auf seiner letzten Station vor der Pfarrei Hinwil zum Stehen kommt. Innendrin ist es gemütlich, es hat Platz zum Sitzen und ist wohlig warm. Beste Voraussetzungen, um in aller Ruhe die Gedanken schweifen zu lassen.

Das Papstmobil findet in Hinwil im Rahmen der neuen «Church-Lounge» statt; ein Format, bei dem Jugendliche für andere Jugendliche aus eigener Initiative Treffen organisieren. Elf motivierte junge Leiter sind an diesem Abend für die rund 14 Oberstufenschülerinnen und -schüler verantwortlich.

Es wird gespielt, gezeichnet, gelacht und gegessen. Während die einen kreativ ein neues Logo für die Church-lounge erarbeiten, beantworten andere bei HotDogs und Getränken die fünf Fragen im Hippiebus.

Die 18-jährige Lea, die sich in der Leitergruppe engagiert, meint zur Aktion des Papstmobils: «Die Aktion spricht einfach an: Ein altes Auto fällt den Jugendlichen auf und die Hemmschwelle, etwas zu sagen, ist nicht so gross, wie wenn man das jemandem ins Gesicht sagen müsste.»

Auch der 19-jährige Richi unterstützt die Aktion: «Ich hätte das sonst gar nicht mitgekriegt. Finde es aber gut, dass die Jugendseelsorge diese fünf Fragen so stellt.»

Noch bis zum 29. Oktober läuft die Aktion der Jugendseelsorge Zürich «Sag’s dem Papst». Dabei wurde der ursprüngliche Fragebogen des Vatikans im Hinblick auf die bevorstehende Jugendsynode auf fünf Fragen reduziert. Adrian Marbacher von der Jugendseelsorge meint dazu: «Wir haben gemerkt, es braucht weniger und jugendgerechtere Fragen. Das war uns wichtig.» Das Team der Jugendseelsorge arbeitet dabei mit dem Generalvikariat zusammen – die Idee: Jugendliche sollen ihre Meinung zur Kirche und dem Glauben abgeben. Dies können sie auch direkt online tun.

«Wir wollen den Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen und verstehen, was Neues von den Jungen kommt», so Marbacher. Ankommen tut vor allem die Offenheit. Lea meint dazu: «Ich finde es lässig, dass wir gefragt werden und auch Antworten geben können, die nicht zwingend im Rahmen von dem liegen müssen, was die Kirche sonst für Ansichten hat.»

Text: Luana Nava, freie Journalistin

Angebot laufend

Noch bis am 29. Oktober könnt ihr online an der Umfrage teilnehmen…