Reportage

Beschütze mich!

Engel sind gefragt. Als Inhalt von Büchern und Kalendern, vor allem aber auch als Devotionalien, erklären Bernd und Julieta Strobel von der gleichnamigen theologischen Buchhandlung in Zürich.

Aus Bronze, Glas, Holz oder Filz – ein paar Zentimeter bis zu einem Meter gross – im Wert von wenigen bis einigen hundert Franken – reduziert schlicht bis üppig barock: Das Angebot an Engelfiguren in der Buchhandlung Strobel ist vielfältig. Zeichen einer regen Nachfrage. 

In den letzten Jahren sei das Interesse wieder merklich gestiegen, erklärt Julieta Strobel, die für den Devotiona-
lien-Einkauf zuständig ist und dabei auf hochwertige Qualität und Produktionsstandorte in der Schweiz und im angrenzenden Ausland achtet. «Besonders beliebt sind Engel als Handschmeichler», erklärt die Buchhändlerin und zeigt einen kleinen Bronzeengel in Herzform. «Dein Begleiter auf allen Wegen» steht auf der Verpackung. 

In den letzten Jahren sei das Interesse wieder merklich gestiegen, erklärt Julieta Strobel.

In den letzten Jahren sei das Interesse wieder merklich gestiegen, erklärt Julieta Strobel. Foto: Christoph Wider, forum

Hochwertige Qualität und Produktionsstandorte in der Schweiz und im angrenzenden Ausland sind Kriterien für den Einkauf.

Hochwertige Qualität und Produktionsstandorte in der Schweiz und im angrenzenden Ausland sind Kriterien für den Einkauf. Foto: Christoph Wider, forum

Die Bandbreite reicht von klassischen Barockengeln…

Die Bandbreite reicht von klassischen Barockengeln… Foto: Christoph Wider, forum

…über herzige Zierengel…

…über herzige Zierengel… Foto: Christoph Wider, forum

…bis zu modernen Figuren.

…bis zu modernen Figuren. Foto: Christoph Wider, forum

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Genau darum geht es: «Unsere Kunden suchen einen Engel, der begleitet und beschützt. Nicht nur für sich, sondern auch als Geschenk», sagt Julieta Strobel und erzählt von jener Frau – meistens seien es die Frauen, die Engel kauften –, die einen Engel als Geschenk suchte für das Kind der Nachbarsfamilie, das schwerkrank im Spital lag. Er sollte das Kind behüten und auch seinen kirchenfernen Eltern den Glauben an eine höhere Macht näherbringen. 

«Interessanterweise haben ja Menschen, die kaum eine Verbindung zu Gott und Religion haben, meist keine Berührungsängste gegenüber Engeln», erklärt Bernd Strobel. «Und, ganz ehrlich: In Extremsituationen wünschen wir uns doch alle einen Schutzengel.»

Doch auch im Alltag ist Schutz gefragt. Aus Sorge vor übergriffigen Mitmenschen habe sich eine andere Kundin eine grosse Engelfigur aus Metall vor die Haustüre gestellt, erzählt Julieta Strobel. 

Und dann gäbe es natürlich auch die Engel-Sammlerinnen und -Sammler wie jene Genferin, die sich regel-
mässig telefonisch nach Neueingängen erkundige und bei Besuchen in Zürich jeweils ihr persönliches Sortiment ergänze. Gerade auf Weihnachten hin sind Engel wieder besonders beliebt – genauso wie für Ostern oder Erstkommunion.

«Auf Engel lässt sich eben auch fast alles projizieren», sagt Bernd Strobel. «Angefangen von kirchlichen Hochfesten über Trost, Schutz und Hilfe bis hin zu Achtsamkeit oder Wandlung.»

Als Botschafter Gottes sind Engel schillernde Wesen. Ihre Faszination ist ungebrochen.

Text: Pia Stadler

«Glauben Sie an Engel?»

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Einsendeschluss ist der 30. November 2017.

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