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Ethisch investieren

An der Delegierten-Versammlung des katholischen Stadtverbandes Zürich vom 21. November sorgten die angepassten Geldanlage-Richtlinien für Diskussion.

Die neuen Richtlinien zur Geldanlage sollen die Möglichkeit, den Negativzinsen auszuweichen, erhöhen, und lassen als schlechtestes Rating bei Obligationen ein Triple B zu. Zwei Delegierte votierten dagegen für ein B als schlechtestes Rating und stellten die Frage nach ethischen Geldanlagen. Dies sei durch die Ethikliste der Bank sichergestellt, erklärte der Vorstand, nur entsprechend dieser Liste werde angelegt. Der Rückweisungsantrag wurde nur knapp abgelehnt und die erneuerten Richtlinien schlussendlich mit 22 Ja zu 16 Nein, bei 7 Enthaltungen, angenommen. 

Seit 2013 ist die Mission für italienisch Sprechende der Katholischen Kirche im Kanton Zürich angegliedert – ausser die Pfarrei Don Bosco in der Stadt Zürich. Erfreut nahm Synodalrätin Franziska Driessen das einstimmige Ja der Versammlung zum Antrag, nun auch Don Bosco zu kantonalisieren, zur Kenntnis. Damit könnten Generalvikar und Synodalrat die Missionsleitung besser begleiten. Zur Umsetzung braucht es die Zustimmung der Synode. 

Weiter genehmigten die Delegierten der 23 Kirchgemeinden einen Unterstützungsbeitrag von Fr. 200 000.– für die Renovation der Klosterkirche Mels, eine Darlehensreduktion von zwei Millionen Franken für die Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln und den unveränderten Steuerfuss bei 10 Prozent für 2018.  Zudem wurden Bauprojekte und -abrechnungen genehmigt. Ebenfalls angenommen wurde das Verbandsbudget 2018 mit einem Aufwandüberschuss von 1,33 Mio. Franken bei einem Aufwand von 81,24 Mio. und einem Ertrag von 79,91 Mio. Franken.

www.kirche-zh.ch/kath-stadtverband

Text: Beatrix Ledergerber-Baumer