Unser Kirchenpatron

Nikolaus von Myra

Petra Kreuzer über den Patron ihrer Pfarrei St. Niklaus in Hombrechtikon-Grüningen-Wolfhausen.

«Ist hier wirklich das Büro vom Samichlaus?» Hoffnungsvoll aber auch etwas skeptisch hatte mir ein Zweitklässler diese Frage gestellt. Er entdeckte die Tafel mit der Aufschrift «Büro St. Niklaus» auf unserem Rundgang durch das ökumenische Zentrum Wolfhausen. Ja, der heilige Nikolaus (270 bis 343) hat tatsächlich einen Wohnsitz in unserer Pfarrei. Einen unter vielen. Bevor er aber in ganz Europa und Russland heimisch wurde, lebte er in Myra in der heutigen Türkei. Dort wurde er im 3. Jahrhundert von der Bevölkerung zum Bischof ernannt. Er brachte Licht in das Dunkel vieler Schicksale, das Licht Gottes, das in Jesus Christus jedem Menschen leuchten will. 

Seine Verehrung begann in Griechenland und Russland und breitete sich im Jahr 1087, nach der Überführung seiner Gebeine von Myra nach Bari, im Abendland aus. Er wurde Patron unzähliger Kirchen, so auch in Hombrechtikon, wo sich Spuren einer Nikolauskapelle aus dem 14. Jahrhundert belegen lassen. Um seine Person ranken sich unzählige Legenden. Unschuldig Verurteilte, Matrosen in Seenot, entführte Kinder, bestohlene Bürger, hungernde Menschen und mittellose Frauen konnten auf seine Hilfe zählen. Daran erinnern die Samichläuse, die anfangs Dezember Kinder beschenken. Seine Grosszügigkeit, Gerechtigkeitsliebe und Glaubensstärke soll unserer Pfarrei Vorbild sein.

Petra Kreuzer
Religionspädagogin, Pfarrei St. Niklaus, Hombrechtikon-Grüningen-Wolfhausen

www.liturgie.ch