Ristretto

Pfarrkirchstiftungen

Bruno Graf, Präsident des Verbandes der röm.-kath. Pfarrkirchenstiftungen der Stadt Zürich (VPKS)

Was ist eine Pfarrkirchenstiftung?
Neben der Kirchenpflege ist die Pfarrkirchenstiftung ein zweites Verwaltungsgremium einer Pfarrei. Sie besitzt die kirchlichen Güter – vornehmlich die Liegenschaften und deren Erträge – und regelt mit der Kirchgemeinde den Gebrauch der Gebäude und die Entschädigung. Ihr Aufsichtsorgan ist der Diözesanbischof.

Warum entstanden diese Stiftungen?
Bis zur öffentlich-rechtlichen Anerkennung der Katholiken im Kanton Zürich 1964 waren die Pfarreien privatrechtlich als Stiftungen organisiert. Diese sorgten für Bau und Unterhalt einer Kirche, für die Besoldung von Pfarrer und Angestellten. Mit der Gründung der öffentlich-rechtlichen Kirchgemeinden und der Kirchenpflege als deren Exekutivorgan ist ein Grossteil dieser Aufgaben an diese übergegangen.

Die Hauptaufgaben heute?
Mitfinanzierung bei Umbauten oder Renovationen ihrer Liegenschaften sowie die Förderungen sozialer Projekte im Bereich Schule und Jugend. Sollten die Kirchensteuern massiv einbrechen, müssten die Kirchenstiftungen und ihr Verband in der Lage sein, die religiösen Zwecke der Kirchen zu unterhalten.

Warum engagieren Sie sich im Verband der Pfarreikirchenstiftungen?
Ich bin sehr kirchenaffin. Mein katholisches Herz gehört den Stiftungen, den Hütern unserer Gotteshäuser.

Text: ps

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Der Jurist Bruno Graf war vor seiner Pensionierung Bezirksrichter und Statthalter in Zürich. Vor dem VPKS-Präsidium leitete er den katholischen Zürcher Stadtverband.