Panorama

Geschichten - aus dem Netz gefischt

Wir haben Anregungen für gute Gastgeber entdeckt. – Wurden auf die Verbindung von Brexit und dem Frieden in Nordirland aufmerksam gemacht. – Lesen bewegt Zeugnisse aus dem Hospiz. – Begeben uns auf die Spuren des Mannes, der Adolf Eichmann verhört hat. – Und erhalten Einblick in die Macht der Datenhändler.

Gastfreundschaft ist eine Kunst

Der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten und damit steigt auch die Quote der Gartenfeste unaufhaltsam. Wir alle möchten dann gute, wenn nicht sogar perfekte Gastgeber sein. Gastgeber, die nicht nur kulinarisch etwas auf der Platte haben, sondern auch zumindest einen Abend lang als begnadete Gemeinschaftsstifter wirken.

«Von guten Gastgebern wunderbar geborgen» überschreibt «chrismon» dementsprechend sein Dossier. Die Beiträge bleiben jedoch wohltuend bodenständig. Da geben beispielsweise professionelle Gastgeber ganz praktische Tipps. Und wir werden Zeuge, wie das grosse Kochen sowohl die Köchin wie ihre Gäste glücklich macht. Dass auch Gäste ihre Rolle kennen und deshalb in der Küche nichts verloren haben, auch das braucht es, damit Gastfreundlichkeit gelingen kann.

http://chrismon.evangelisch.de/themen/von-guten-gastgebern-wunderbar-geborgen

 

 

 

Foto: alamy

Ein Friede, der noch labil ist

Manchmal reichen einige wenige, ziemlich nüchterne Zeilen als Augenöffner. Christoph Meyer von der sda schreibt über das Karfreitagsabkommen, das vor 20 Jahren in Nordirland geschlossen wurde. Er hält sich dabei aber nicht lange in der Vergangenheit auf. Schnell wird deutlich, dass dieser Friede zwischen Katholiken und Protestanten immer noch ein junger, ein labiler Friede ist.

Nach wie vor treiben Paramilitärs auf beiden Seiten ihr Unwesen. Sie sind nicht die Einzigen, die zwanzig Jahre nach dem Karfreitagsabkommen weiter darauf hoffen, dass dieses doch wieder scheitern könnte. Und so kommt es in den Verhandlungen um den Brexit auch zum Poker um den Frieden in Nordirland.

https://www.ref.ch/news/20-jahre-karfreitagsabkommen-mauern-trennen-die-konfessionen/


Zeugnisse vom letzten Weg

Die Berliner «taz» hat fünf Menschen im Hospiz besucht, die sich dort auf ihren Tod vorbereiten. Entstanden sind fünf Protokolle von ganz unterschiedlichen Menschen und Geschichten. Ohne jede Rührseligkeit und gerade deswegen tief beeindruckend.

http://www.taz.de/!5487927


Vom Mann, der Eichmann verhörte

Delf Bucher hat Alon Less nach Berlin begleitet. In Erinnerung und auf den Spuren von dessen Vater Avner Werner Less, der 1960 während 275 Stunden Adolf Eichmann verhört hatte. Es ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit geworden, sondern auch das sensible Porträt eines Menschen, der Versöhnung lebt.

http://reformiert.info/artikel/dossier/vom-mann-der-adolf-eichmann-verh%C3%B6rte


Gegen die Macht der Datenhändler

Als der Mathematiker Paul-Olivier Dehaye an der Uni Zürich anfing, die Geschäftsmodelle von Gratisanbietern im Internet zu hinterfragen und den Handel mit Daten zu untersuchen, begegnete er zunächst Unverständnis und dann Repression. Er galt als Querulant, der sich dem Fortschritt in den Weg stellt. Inzwischen wird Paul-Olivier Dehaye ernst genommen, denn er war es, der die Aufdeckung des Cambridge-Analytica-Scandals ins Rollen gebracht hat.

https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/sie-luegen/story/24376519

Text: Zusammenstellung: Thomas Binotto