Ökumene

Gottfried Locher bleibt SEK-Präsident

Gottfried Locher wurde am 25. Juni als Präsident des Rats des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) bestätigt. Locher steht dem Rat seit 2011 vor und kandidierte zum dritten Mal für das Amt.

Die SEK-Abgeordnetenversammlung sprach sich am Sonntagabend in Schaffhausen mit 43 Stimmen für den Berner aus. Seine Herausforderin Rita Famos erhielt 24 Stimmen. Die 52-jährige Pfarrerin trat gegen Locher an, «weil die reformierte Kirche als demokratisch verfasste Kirche eine echte Wahl braucht», wie sie im Vorfeld gegenüber kath.ch sagte. Sie habe sich erst einen Monat zuvor für diesen Schritt entschieden.

Namhafte Mitglieder der Abgeordnetenversammlung hatten sich kritisch zum Amtsverständnis von Gottfried Locher geäussert. Zudem sei eine Gruppe von Personen aus der Basis, die nach einer Alternative zum gegenwärtigen Amtsinhaber suche, an sie gelangt.

Die Abgeordnetenversammlung dauerte bis am 19. Juni. Bis dann beriet der SEK seine neuen Statuten. Der bisherige «Schweizerische Evangelische Kirchenbund» soll in «Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz» umbenannt werden. Die Schweizer Reformierten geben sich eine neue Struktur und somit neue Statuten.

Diese sollten in Schaffhausen für die Schlussabstimmung für den Advent 2018 vorbereitet werden. Der Präsident dieser Struktur soll neu zugleich Verwalter und geistlicher Leiter der Kirche sein, also auch die religiöse Leitung dieser Kirche innehaben.

Text: kath.ch