Ristretto

Luis Varandas, Synodalrat

Synodalrat Luis Varandas blickt auf sein erstes Amtsjahr zurück.

Seit einem Jahr sind Sie als Priester im Synodalrat. Ist dieses Amt nicht
etwas trocken für einen Seelsorger?

Doch, trocken und zahlenlastig (lacht). Aber laut Reglement muss ein Priester im Synodalrat sein, denn hier werden Entscheidungen getroffen, die Auswirkungen auf die Pastoral haben. Deshalb ist es wichtig, dass jemand diese seelsorgerliche Erfahrung mitbringt.


Warum haben Sie für das Amt zugesagt?

Es ist eine Horizonterweiterung. Von der Pfarrei aus hat man eine Perspektive. Hier, im Synodalrat, sehe ich die Zusammenhänge auf kantonaler Ebene. Das ist spannend und man kann auch einiges bewirken.


Was ist in Ihrem bisherigen Ressort «Ökumenische Seelsorge» aktuell?

In der Gefängnisseelsorge läuft seit -einem Jahr ein «Brückenprojekt». Einer der Seelsorger stellt sich für einen -
Teil seiner Arbeitszeit für die Begleitung entlassener Häftlinge zur Verfügung. Er vermittelt ihnen Unterstützung bei der Job- und Wohnungssuche und hilft, Kontakte zur Seelsorge in der Pfarrei herzustellen. Bisher konnten wir nur Inhaftierte begleiten. Sie hätten oft nachher gerne weiter Kontakt gehalten, aber es war nicht möglich.


Was ist in der Freizeit wichtig?

Zeit für ein gutes Buch; Zeit, um mit Freunden auszugehen. Ein Aus-gleich
ist für mich die Gruppe junger Priester. Einmal im Monat unternehmen wir
etwas am freien Montag.  bl

Text: Beatrix Ledergerber-Baumer

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Synodalrat Luis Varandas hat portugiesische Wurzeln, ist gelernter Elektromechaniker und wurde auf dem zweiten Bildungsweg Priester. Er ist neu für das Ressort «Migrantenseelsorge» zuständig.