Denkanstoss

Haus der Begegnung

Für Laura und Mark wurde am «aki» aus einer zufälligen Begegnung Freundschaft und dann Liebe.

Wissen Sie, was die Abkürzung KHG bedeutet? – Mein Partner Mark glaubte es zu wissen, wurde aber vor vier Jahren am aki-Garten- und Freundefest von einigen älteren Mitgliedern des aki-Freundevereins eines Besseren belehrt. Sie erklärten ihm, dass KHG keineswegs nur für «Katholische Hochschulgemeinde», sondern ebenso für «Katholische Hochzeitsgesellschaft» stehe.

Mark und ich waren damals erst seit ein paar Wochen ein Paar. Wie einige Mitglieder des Freundevereins und einige Paare in unserem Freundeskreis hatten auch wir uns im aki kennengelernt.

Was macht das aki zu einem so besonderen Ort, dass dort mehrere Menschen in der Vergangenheit und Gegenwart ihre Partner fürs Leben gefunden haben? Für uns sind es die Menschen, welche gemeinsam im Glauben unterwegs sind.

Das gemeinsame Unterwegssein hat unsere Partnerschaft von Anfang an geprägt. Wir lernten uns vor vier Jahren an der Osternachtswanderung kennen. Dabei wanderten wir gemeinsam mit einer Gruppe von jungen Menschen und den beiden Hochschulseelsorgern durch die Nacht. Von der Ortskirche Menzingen, wo wir den Osternachtsgottesdienst mit dem Osterfeuer und dem Exultet begannen, bis zu einer Kapelle in der Nähe des Lassalle-Hauses in Bad Schönbrunn, wo wir den Gottesdienst in den frühen Morgenstunden mit der Eucharistiefeier beendeten.

Für mich war diese Feier nach einem einjährigen Aufenthalt in einem sozialen Projekt in Malawi ein erster Versuch, mich wieder an die europäische Lebens- und Denkweise zu gewöhnen und nach einem Jahr im Ausland auch neue Freunde zu finden. Mark war dabei der perfekte Gesprächspartner, da er meine Gefühle nachvollziehen konnte, wie man sich fremd und in der eigenen Kultur verloren fühlt.

Mark hatte das nach einem längeren Auslandaufenthalt in Indien während seiner Schulzeit ebenfalls erlebt. Aus einem Gespräch in einer langen Nacht wurden weitere lange Gespräche, aus denen sich eine tiefe Freundschaft und später eine tiefe Liebe entwickelten.

Da Mark schon ehrenamtlich als Musiker im aki tätig war, entwickelte sich der Donnerstagabend mit seinen verschiedenen Gottesdienstformen und den anschliessenden Veranstaltungen für uns zu einem wichtigen und wesentlichen Bestandteil unseres Wochenablaufs.

Unser Engagement im aki erweiterte sich im Laufe der Jahre immer mehr. Wir halfen, ein regelmässiges Abendgebet mit Gesängen aus Taizé zu starten, übernahmen Mitverantwortung bei der Gestaltung von Bussfeiern und den Wochenenden in Pfaffhausen und gründeten eine Google-Gruppe, über die wir mit anderen Akianern und aki-Besuchern auch Veranstaltungen, Wanderungen oder Ähnliches ausserhalb des offiziellen Programmes verabreden können.

Wir sind Gott dankbar dafür, dass er uns an einem solch tollen Ort zusammengeführt hat, der uns die Möglichkeit gab, gemeinsam und auch mit anderen bleibende, tiefe Erfahrungen zu machen, etwas zu unternehmen, miteinander zu diskutieren und uns über Gott und die Welt auszutauschen.

Text: Laura Keller

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Laura Keller (35) hat Soziale

Arbeit an der ZHAW studiert und arbeitet als Sozialpädagogin

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Beziehungen müssen bewusst gepflegt werden. Und das geschieht nicht nur in den ganz grossen Fragen, auch die scheinbar kleinen, alltäglichen verdienen ihre Denkanstösse…

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