Editorial

Offenheit als Programm

Ein aussergewöhnliches Jubiläum – ein aussergewöhnliches Haus – eine aussergewöhnliche forum-Ausgabe: Zum 100. Geburtstag des aki haben Studentinnen und Studenten das forum gestaltet.

Im Herbst 1918 wurde das «Akademikerhaus» in Zürich eröffnet, die katholische Hochschulgemeinde, kurz: das aki. Das klingt elitär und exklusiv: akademisch, katholisch – und dann noch die Abkürzung für «Clubmitglieder».

Aber das aki ist ganz anders, als es klingen mag: ein offenes Haus mit einer Vielfalt von Angeboten für alle, die sich dafür interessieren. Man sollte sich also unter keinen Umständen von Adjektiven wie «katholisch» oder «akademisch» ab-
schrecken lassen.

Das aki ist zwar beides, aber im besten Sinne. Katholisch im Sinne einer grossen Weite und akademisch im Sinne des fundamentalen Fragens. In diesem Sinne wird gerade die Offenheit zum Profil des Hauses, zu einem geschärften Profil allerdings, weil sich Offenheit nicht von selbst oder aus Beliebigkeit einstellt. Die Offenheit des aki muss ständig errungen und gestaltet werden. Diese Offenheit braucht den Dialog. Beispielsweise zwischen den Jesuiten, die das aki leiten, und den Menschen, die das aki nutzen.

Wir wollen diese Offenheit auch im forum sichtbar machen. Und gleichzeitig soll spürbar werden, dass dieser Geist nach wie vor lebendig ist und wirkt. Keine Nostalgienummer also, sondern ein Einblick in die Gegenwart des aki. Deshalb haben wir junge Menschen gesucht, die im aki ein und aus gehen, die das aki mitgestalten. Sie haben die Redaktion für diese forum-Ausgabe gebildet und die Texte geschrieben. Sie laden uns ein, ins aki einzutreten und den Geist dieses Hauses zu entdecken.

Für diese engagierte und anregende Zusammenarbeit sind wir Silvia Berchtold, Sebastián Guerrero Soriano, Miriam Bastian, Laura Keller und Jan-Philipp Kirsch dankbar. Ebenso dem Leiter des aki, Franz-Xaver Hiestand, der uns – auch das ganz im Geiste des aki – zusammengeführt hat.

Text: Thomas Binotto