Regional

Aus der Region – in Kürze

50-Jahr-Jubiläum der Theologischen Hochschule Chur. – Finanzielle Unterstützung für Religionsgemeinschaften im Kanton Zürich. – Neue Gesichter im «Wort zum Sonntag». – Kirchliche Jugendarbeiter diskutieren die Ergebnisse der Jugendsynode.

50 Jahre Theologie mit Weitblick

Vom 22. bis 26. Oktober feiert die Theologische Hochschule Chur ihr 50-Jahr-Jubiläum.

In der Aufbruchstimmung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) platzte das Priesterseminar St. Luzi in Chur aus allen Nähten. Deshalb waren zunächst Baumassnahmen nötig: Von 1963 bis 1965 wurde ein Neubau mit Hochschultrakt samt Aula und Hörsälen errichtet, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden.

Die Gründung der Theologischen Hochschule Chur folgte 1968 per Dekret aus Rom, durch welches das seit 1807 bestehende Priesterseminar den Titel «Institutum superius theologicorum studiorum» bekam. Der Start der Theologischen Hochschule Chur THC ist eng mit den Professoren Alois Sustar und Josef Pfammatter verbunden. Der gebürtige Slowene Sustar war vorher Regens des Priesterseminars, Professor für Moraltheologie und während nur vier Monaten erster Rektor der THC. Der Neutestamentler Josef Pfammatter folgte Sustar im Juli 1968 und blieb als Gründungsrektor die prägende Gestalt des Anfangs.

Seither haben zwei Generationen von Theologinnen und Theologen ihr Studium in Chur absolviert. Sie sind heute als Priester, Pastoralassistentinnen und Diakone in allen Seelsorgebereichen vieler Bistümer tätig und prägen das Gesicht der Deutschschweizer Kirche.

Die Jubiläumswoche in Chur zeigt, wie die THC noch immer Theologie mit Weitblick treibt. Studierende stellen ihre Forschung vor und chatten am Tag der Zukunft mit Teilnehmenden an der Jugendsynode in Rom. Am Dies Academicus wird die Festschrift vorgestellt, am Tag der Katechese über «Kreative Methoden für spirituelle Texte» nachgedacht. Nicht fehlen darf der Festgottesdienst, ein Orgelkonzert sowie die Gründung es Alumni-Netzwerks.   pd/bl

50 Jahre THC, 22.10.–26.10., Chur.
Anmeldung (auch einzelne Veranstaltungen): 081 254 99 99, sekretariat@thchur.ch
www.thchur.ch


Rahmenkredit für Religionsgemeinschaften 

Der Regierungsrat des Kantons Zürich beantragt für die gesamtgesellschaftlichen Leistungen der Religionsgemeinschaften einen Rahmenkredit von 300 Millionen Franken.

Der Zürcher Regierungsrat will die fünf anerkannten Religionsgemeinschaften weiterhin mit jährlich 50 Millionen Franken unterstützen, schreibt er am 27. September. Dabei beruft er sich auf das Kirchengesetz, das für den Einsatz der Religionsgemeinschaften in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur einen finanziellen Beitrag vorsieht. Im Kanton Zürich sind die katholische Kirche, die reformierte Landeskirche, die Christkatholische Kirchgemeinde, die Israelitische Cultusgemeinde und die Jüdische Liberale Gemeinde rechtlich anerkannt.

Sie erbringen viele Leistungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung, argumentiert der Regierungsrat. Als Beispiele nennt er Jugendarbeit, Konzerte, Jobbörsen oder auch Deutschkurse für Migranten und Betreuungsangebote für Kinder.      

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Foto: SRF / zvg

Neues «Wort zum Sonntag»-Team

Seit Anfang Oktober ist ein neues Team im «Wort zum Sonntag» auf Sendung. Urs Corradini, Pastoralraumleiter in Schüpfheim (LU) und  Chef der katholischen Armeeseelsorge, sowie Veronika Jehle vertreten die katholische Kirche. Veronika Jehle ist Spitalseelsorgerin in Zürich und Winterthur. Sie schreibt auch für das «forum» und engagiert sich im Zürcher Forum der Religionen. Auf reformierter Seite sind Pfarrerin Nathalie Dürmüller und der Pfarrer Simon Gebs (beide Zürich) zu sehen. Die christkatholische Kirche ist mit der Aargauer Pfarrerin Antje Kirchhofer vertreten.        

kath.ch


Jugendsynode

Nicht nur in Rom wird über Jugend und Kirche diskutiert. Kirchliche Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter haben sich am 5. Oktober in Zürich intensiv mit dem Grundlagenpapier der Bischofssynode auseinandergesetzt, die vom 3. bis 28. Oktober tagt. Das Papier wurde von Jugendlichen in der ganzen Welt mitgestaltet und spiegelt ihre Lebenswelt, sagt Viktor Diethelm, Leiter der Deutschschweizer Fachstelle für offene kirchliche Jugendarbeit und Co-Organisator des Treffens. «Die Anliegen der Jugend sind hier formuliert. Daran kann sich die Jugendarbeit orientieren», ist er überzeugt. Die Lobbyarbeit für die Jungen in der Kirche soll verstärkt werden.

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