Regional

Aus der Region – in Kürze

Bild der Fahrer Schwestern erobert Social Media. – Erstes überkonfessionelles Kirchen-Festival in der Stadt Zürich. – Das Wirken von Rolf Reichle als Gefängnisseelsorger. – Neues Studentenheim wird eröffnet.

Stimmrecht für Frauen in der Kirche

Das Foto der Fahrer Schwestern wurde zum Hit in den Medien. Es verbreitete sich weltweit in den Social Media und zieht durch kirchliche Internetportale rund um den Globus. Die Ordenschwestern unterstützen mit ihrer Aktion die Online-Petition «Votes for Catholic women», die auch für Ordensfrauen ein Stimmrecht an der Bischofssynode in Rom fordert. Denn Papst Franziskus hatte für die Jugendsynode die Regeln gelockert und neben Bischöfen auch Ordensbrüdern ohne Priesterweihe das Stimmrecht verliehen. Nun fordern die Ordensfrauen für sich dasselbe.


«Chile Festival» – Kirche für Junge

«Wir laden junge Menschen ein, gemeinsam junge und moderne Kirche zu erleben», sagt Simon Brechbühler von der Jugendseelsorge Zürich-Stadt (AKJ). Die Idee für das neuartige Chile Festival basiert auf dem «Fringe-Prinzip», das vor allem im englischsprachigen Raum bei Veranstaltungen angewendet wird. Das Programm wird dabei nicht durch ein zentrales OK gesteuert. Vielmehr zeichnet sich der Anlass gerade durch die Freiheit aus, dass sich die Teilnehmer und Partner nach ihren Vorstellungen präsentieren können. Viele verschiedene Veranstalter einladen, Kirche in neuen Formen neuartig erlebbar machen – Vielfalt unter einem Dach. Das «Chile Festival» will auch den Mut haben, Experimente zu wagen und voraus zu gehen.

So finden am 16. und 17. November an fünf Standorten in Zürich Events statt. Nebst einem Konzertabend am Freitagabend lädt das Festival am Samstagabend zum Taizé-Gebet ein. Weiter
stehen, gefolgt am selben Tag von einem Bandcontest, eine Kleidertauschbörse und ein gemeinsamer Lobpreisabend auf dem Programm.

Allen Veranstaltungen ist aber eines gemeinsam: Sie sollen ein Erlebnis bieten, das bewegt – und Spass macht.

www.chilefestival.ch


Drei Jahrzehnte Gefängisseelsorger

29 Jahre lang arbeitete Rolf Reichle als Gefängnisseelsorger im Kanton Zürich. In dieser Zeit veränderte sich der Gefängnisalltag, geprägt vom verstärkten gesellschaftlichen Sicherheitsdenken und vermehrt Gefangenen aus unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Sprachen. Aus einer tiefen Spiritualität und einem kraftvollen Glauben heraus begleitete er die Menschen in dieser schwierigen Lebensphase. Er hörte aufmerksam zu, tauchte ein in ihre Lebensgeschichten und war Mitmensch, Christ und Priester in einem.

Reichle hat in fast allen der 14 Gefängnisse des Kantons Zürich gearbeitet. Dazu war er in zahlreichen Kommissionen, Weiterbildungen und Projektgruppen zum Thema tätig und leitete die Gefängnisseelsorge während 16 Jahren. 

Rolf Reichle konzentriert sich nun auf seine Arbeit als Pfarrer von Rheinau und Psychiatrieseelsorger.


Neues Studentenhaus eingeweiht

Am 11. November wird das neue Studentenhaus an der Loorenstrasse in Witikon eingeweiht. Der Verein Vinzenzheim Zürich, Mitglied der Schweizerischen Vinzenzgemeinschaft (der ältesten caritativen Organisation in der Schweiz), ist seit über 85 Jahren aktiv. Er betrieb in Zürich Witikon zuerst ein Altersheim, das seit 1992 zum Studentenhaus mit über 120 Bewohnern umfunktioniert wurde. Um den Erhalt der Liegenschaft langfristig sichern zu können, entstand zu den bestehenden 71 Zimmern des Studentenhauses ein neuer Anbau mit 58 Zimmern sowie vier Wohneinheiten mit insgesamt 26 Wohnungen.

www.studentenhaus-vinzenz.ch