Glaube & Wissenschaft

Albertus Magnus

Albert von Lauingen, genannt Albertus Magnus, war Dominikaner, Universalgelehrter und Bischof. Er wurde 1931 heiliggesprochen, ist Kirchenlehrer sowie Schutzpatron der Naturwissenschaften.

Albert wird um das Jahr 1200 in Lauingen/Donau geboren. Er tritt in den Dominikanerorden ein, studiert Theologie und lehrt in Köln und Paris. Als einer der ersten befasst er sich mit den «heidnischen» Schriften des Aristoteles und versucht, diese mit der christlichen Theologie in Einklang zu bringen.

In Paris ist Thomas von Aquin sein Schüler, der ihn bald an Bedeutung überflügelt und die Theologie ab dem Spätmittelalter bestimmt. Die theologischen Konzepte von Albertus Magnus sind nicht weniger prägnant, können sich aber nicht durchsetzen. In Köln befasst sich Albert auch mit Alchemie, Geologie und Biologie. Ausgehend von der aristotelischen Vier-Elemente-Lehre untersucht er Metalle und Mineralien, arbeitet mit Schwefel, Scheidewasser und Weinstein. Sein bahnbrechender Katalog mitteleuropäischer Tierarten umfasst auch die Würmer, da sich auch in den «niederen Kreaturen» die Kunst des Schöpfers zeigt. 1260 wird Albert für zwei Jahre als Bischof von Regensburg eingesetzt. Danach lebt und unterrichtet er wieder in Köln, wo er 1280 stirbt. 

Er hinterlässt 70 Abhandlungen, in denen er das Wissen seiner Zeit umfassend darlegt. Seine Zeitgenossen nennen ihn «den Grossen»: Albertus Magnus.

Text: Tobias Grimbacher, Naturwissenschaftler und Autor

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Gedenktag: 
15. November

Lesetipp
«Albertus Magnus und sein System der Wissenschaften» Lateinisch-deutsch, hrsg. vom Albertus-Magnus-Institut. Münster 2011, ISBN 978-3-402-12930-2.