Regional

Aus der Region – in Kürze

Stellungsnahme zur Vorlage zur Überwachung von Versicherten. – Mütterhilfe und Arche Kind & Familie neu mit gemeinsamen Angebot. – Neue Orgel in der Kirche St. Josef Horgen. – Weltjugendtag in Panama.

Nein zur Überwachung von Versicherten

Der Generalvikar für die Katholische Kirche in den Kantonen Zürich und Glarus sieht im neuen Gesetz zur Überwachung von Versicherten eine Gefahr für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft: «Die aktuelle Vorlage fördert eine Kultur des Misstrauens, was den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft unnötig belastet». Josef Annen räumt ein, dass Missbräuche beim Bezug von Versicherungsleistungen zwar ein «moralisches Ärgernis» darstellten und bekämpft werden müssten. Dazu genügten jedoch die Grundlagen des Strafgesetzes heute schon. Der Zürcher Generalvikar lehnt daher die Änderung des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ab. Besonders störend sei, dass Private eine solche Überwachung anordnen könnten, und nicht etwa rechtsstaatliche Institutionen wie die Polizei.
Auch Caritas Zürich warnt vor einer Annahme des neuen Gesetzes. Es widerspreche der Vorstellung einer gerechten Gesellschaft: Einer unverhältnismässigen Überwachung aller Sozialversicherungsbezüger werde Tür und Tor geöffnet, während etwa Steuerhinterziehung als Kavaliersdelikt gelte. pd

www.zhkath.ch


Neu unter einem Dach

Die Mütterhilfe und die Arche Kind &  Familie haben ihre Angebote zusammengelegt. Seit September 2018 treten sie gemeinsam unter dem Namen Arche Für Familien auf. Die Arche Für Familien ist ein Begegnungsort, bietet psychologische Beratung und Sozialberatung an. Schwangere, Eltern mit Babys und Kleinkindern in Übergängen und Krisen sowie Familien in mehrfach belastenden Lebensumständen finden umfassende Unterstützung. Die Nachfrage nach Hilfestellungen für schwangere Frauen, werdende Väter sowie für Eltern von Neugeborenen und Kleinkindern wächst stetig. Die Stiftung Mütterhilfe hilft seit 1932 und ist interessiert, diese Nachfrage nachhaltig zu decken. Deshalb hat sie eine Partnerin gesucht und diese in der Arche Zürich gefunden. Das gemeinsame Engagement ist getragen von der Vision: Jedes Kind soll in sicheren und entwicklungsfördernden Beziehungen aufwachsen können. Dazu steht nun ein viel- seitiges Angebot an Hilfestellungen zur Verfügung. pd

www.archezuerich.ch


Neue Orgel eingeweiht

Am 28. Oktober wurde die neue Orgel in der renovierten Kirche St. Josef Horgen eingeweiht. Sie füllt den grossen Raum auf der Empore, der seit dem Abtransport 
der alten Orgel an die Musikakademie in Ljubljana seit mehr als einem Jahr leer stand. Sie umrahmt die seit der Renovation wunderbar leuchtende Rosette, die durch die neue Orgel nicht mehr verdeckt wird. Die Firma Metzler aus Dietikon ZH hat eine Barock-Orgel mit 38 Registern im Thüringer Stil gebaut. Sie lässt besonders die Musik von Bach sowie die süddeutsche Orgelmusik adäquat erklingen. pd

www.kath-horgen.ch


Über 150 Junge angemeldet

Insgesamt 156 Jugendliche aus der Schweiz haben sich für den Welt- jugendtag (WJT) vom 22. bis 27. Januar 2019 in Panama angemeldet. «Wir freuen uns riesig, dass wir mit 96 Jugendlichen aus der Deutschschweiz an den internationalen Weltjugendtag in Panama City reisen dürfen», schreibt die Arbeitsgemeinschaft Weltjugendtag (Arge WJT). Aus der Romandie sind 39, aus dem Tessin 21 Personen angemeldet. In Panama sind die jungen Leute aus der Schweiz gemeinsam untergebracht. Auch Papst Franziskus wird zu dem Grosstreffen erwartet. Weltweit haben sich bislang über 200 000 Junge angemeldet. Die Veranstalter erwarten bis zu eine Million Teilnehmer aus dem Ausland. Panama ist der bislang kleinste Staat, in dem der Weltjugendtag stattfinden soll. Rund 85 Prozent der 3,6 Millionen Einwohner sind Katholiken, etwa 10 Prozent sind Protestanten. pd

www.weltjugendtag.ch