Meine Sternstunde

Besuch des Dalai Lama

Mirjam Läubli, Geschäftsführerin des Zürcher Forums der Religionen, erzählt, wie sich die anstrengenden Vorbereitungen für den Anlass im Grossmünster mehr als ausgezahlt haben.

Das Grossmünster glich an diesem Oktobermorgen einem Bienenhaus. 1000 Personen hatten sich im Kirchenraum eingefunden, und weitere 2000 warteten trotz regnerischem Wetter draussen auf dem Platz, um der Live-Übertragung des interreligiösen Friedensgebets mit dem Dalai Lama beizuwohnen. Viele Besucher waren in farbenfrohe tibetische Trachten gekleidet und hatten bereits seit früher Stunde geduldig auf ihr religiöses Oberhaupt gewartet. 

Ich selbst hatte seit Wochen kaum geschlafen, da alle Fäden des organisatorischen Netzes bei mir zusammengelaufen waren und mich rund um die Uhr in Atem gehalten hatten. Tausend Dinge waren zu bedenken gewesen, tausend Abklärungen wollten getroffen werden, mit der Polizei, mit Politikern, mit der tibetischen Exilgemeinschaft. Ich war unendlich erschöpft. 

Dann traf er ein, seine Heiligkeit der Dalai Lama. Seine Fröhlichkeit erfüllte das Grossmünster, und meine Erschöpfung wich tiefer Freude. Ich stand versteckt hinter zwei Fotografen, aber er kam auf mich zu, lächelte mich an und drückte mir die Hand. Ich fühlte mich reich beschenkt.

Text: Mirjam Läubli

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Ein Licht, das mir aufgegangen ist.
Dieses Mal mit…

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Mirjam Läubli, Geschäftsführerin

Zürcher Forum der Religionen