Kurznachrichten

Aus der Region – In Kürze

Synodenbericht – grösste reformierte Kirchengemeinde – Seelsorgerat

Zeichen gegen Gewalt

Angesichts der erfreulichen Finanzlage genehmigten die Synodalen am 6. Dezember nach nur kurzer Debatte das Budget 2019 der Zentralkasse der katholischen Körperschaft. Dieses sieht mit 62,1 Millionen Franken Einnahmen und 60,5 Millionen Franken Ausgaben einen Ertragsüberschuss von 1,6 Millionen Franken vor.

Zusätzlich beantragte 100 000 Franken kommen als Nothilfe für Menschen in den von Krieg, Hunger und Flucht heimgesuchten Ländern Jemen und Syrien zugute. Neu im Budget eingestellt wurden 150 000 Franken für das Projekt «Opfer von Menschenhandel» der Fachstelle für Frauenhandel und Frauenmigration FIZ. Denn: «Die Finanzkommission ist klar der Meinung, dass gerade die katholische Kirche sich beim Thema ‹Sexuelle Gewalt› engagieren sollte.» 

Unbestritten war auch die Unterstützung des Ökumenischen Vereins «Paarberatung & Mediation». Für die Jahre 2019 und 2020 sprach die Synode je 800 000 Franken und für 2021 und 2022 je 700 000 Franken. Seit 2017 richtet sich die grösste öffentliche Paarberatung im Kanton Zürich mit insgesamt neun Beratungsstellen an alle Paare, unabhängig von Beziehungsform, der sexuellen Ausrichtung, Religion oder Kultur. Die Fachstellen begleiten Paare auch vor, während und nach einer Trennung. Das von der reformierten und katholischen Kirche getragene Angebot wird von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich mit jährlich 300 000 Franken unterstützt.

Obwohl die Diözesane Schlichtungsstelle seit 2015 keine Streitfälle zu schlichten hatte, wurden für die Amtsdauer 2019–2022 der Jurist Martin Sarbach als Mitglied und die Juristin Beryl Niedermann als Ersatzmitglied gewählt.     pd

www.zhkath.ch


Deutliches Ja zur Kirchgemeinde Zürich

Seit dem 1.  Januar ist die grösste reformierte Kirchgemeinde (Stadt Zürich und Oberengstringen) Wirklichkeit.

Die Reformierten der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen haben noch im alten Jahr die Kirchgemeindeordnung der neuen Kirchgemeinde Zürich mit 91,5 Prozent gutgeheissen. Somit konnte diese auf den 1. Januar 2019 in Kraft treten und ermöglichte auf denselben Termin die Gründung der neuen Kirchgemeinde Zürich. Damit kommt ein längerer Fusionsprozess zu seinem Ende. 2014 hatten sich fast Drei Viertel der Reformierten in der Stadt Zürich und Oberengstringen für diese Fusion ausgesprochen. Anfangs 2018 stimmte die kantonale Kirchensynode dem Zusammenschluss von 32 der 34 Kirchgemeinden des bisherigen Stadtverbands Zürich zu. Nur Hirzenbach und Witikon bleiben der Fusion fern.

Die neue Kirchgemeinde wird mit über 80 000 Mitgliedern zur grössten der Schweiz, was besondere Strukturen erfordert. So ist ein Kirchgemeindeparlament mit 45 Mitgliedern vorgesehen, das wie die sieben Mitglieder der Kirchenpflege direkt vom Volk gewählt wird. Ebenso wird das Gemeindegebiet in zehn Kirchenkreise gegliedert, damit die Kirche vor Ort in den Quartieren verankert bleibt.       pd

www.zhref.ch


Engagement für Nachhaltigkeit und Ökologie

Wie kann die Kirche nachhaltig und ökologisch handeln? Antworten auf diese Fragen suchte der Seelsorgerat der katholischen Kirche im Kanton Zürich in seiner Retraite Ende November.

Synodalrat Zeno Cavigelli und der kirchliche Umweltberater Andreas Frei präsentierten das Label «Grüner Güggel». Es zeichnet Kirchgemeinden aus (wie St. Katharina Fällanden, Bild), die sich für ökologisches Handeln und Nachhaltigkeit verpflichten. Nach einer Analyse vor Ort werden beispielsweise bauliche oder energetische Verbesserungen unterstützt. Auch den eigenen umweltschonenden Umgang mit Ressourcen im Büro oder bei pfarreilichen Anlässen gilt es zu hinterfragen. Denn die Kirche verfügt über ein grosses Potenzial, um – mit der politischen Gemeinde oder Umweltorganisationen vernetzt – nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.

Deshalb wird sich eine neue Kommission des Seelsorgerats in Kooperation mit dem Synodalrat darum kümmern, dass Nachhaltigkeit und ökologisches Handeln in der katholischen Kirche im Kanton Zürich Priorität bekommen. Als ersten kleinen Schritt auferlegten sich die Mitglieder des Seelsorgerats eine Selbstverpflichtung zu einem persönlichen und konkreten «Öko-Ziel» im Alltag. Denn globaler Wandel beginnt beim Einzelnen. pd

www.oeku.ch/de/gruener_gueggel