Bistum Chur

Bewegung im Bistum Chur

Seit dem 20. Mai ist Vitus Huonder nicht mehr Bischof von Chur. Peter Bürcher soll nun als Administrator die Bischofswahl vorbereiten.

Der  neu eingesetzte Administrator des Bistums Chur, Peter Bürcher, will ein «Diener» der Katholiken im Bistum Chur sein. «Ein Diener hört zu, um besser dienen zu können», schreibt der Apostolische Administrator in seiner Botschaft vom 20. Mai.

Er sei sich der grossen Herausforderung des Mandats bewusst. Dabei zähle er auf die Gnade Gottes. «Von diesem Moment an habe ich es gewagt, auch auf Sie alle zu zählen», gibt Bürcher den Ball an die «Brüder und Schwestern» in der Diözese Chur weiter. Er betont: «Ich freue mich auf die Begegnungen und den Austausch mit den Katholiken des Bistums!»

Er habe «nicht und nie damit gerechnet», dass er zum Apostolischen Administrator des Bistums Chur bestimmt werde, so Bürcher in der Botschaft. «Es war eine totale Überraschung für mich!», betont er. Er habe als emeritierter Bischof mit 73 Jahren «nach ein wenig Ruhe» gestrebt.

Wie er in der Botschaft schreibt, hat Peter Bürcher dem Papst alle seine «Bedenken und Vorbehalte über diese neue Mission» dargestellt. Doch Papst Franziskus habe anders entschieden. Und er füge sich dem päpstlichen Willen – «im Geiste der Verfügbarkeit und des Gehorsams».

Die Aufgabe sei nur für «ein paar Monate» vorgesehen, so Bürcher. Das habe Papst Franziskus ihm bei einer Privataudienz am 11. Mai zugesichert.

Synodalratspräsidentin Franziska Driessen-Reding und Generalvikar Josef Annen reagierten in einer gemeinsamen Stellungnahme verhalten optimistisch:

«Bischof Peter Bürcher ist in Zürich noch nicht sehr bekannt und auch für ihn wird vieles neu sein. Wir freuen uns darauf, ihn näher kennenzulernen. Unsere Türen stehen offen für einen zukunftsgerichteten Dialog und einvernehmliche Schritte im bewährten dualen System der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. 

Die Gläubigen in den Pfarreien und Migranten aus aller Welt hoffen zusammen mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern, dass mit Bischof Peter Bürcher als Apostolischem Administrator die Weichen gut gestellt werden, um nach einigen Monaten einen definitiven Hirten an der Spitze der Bistumsleitung zu finden, der neues Vertrauen schafft, Brücken baut und verbindend wirkt.» Am 23. Mai stattete Administrator Peter Bürcher mittels  Dekret alle Mitglieder der bisherigen Bistumsleitung als seine «Delegierten» mit allen Vollmachten und Befugnissen aus und beauftragte sie, ihrer Arbeit weiterhin nachzugehen.

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Text: pd/bit/ps

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Der Papst kann einen Apostolischen Administrator einsetzen. Dieser erhält zwar alle Vollmachten des Diözesanbischofs, die Diözese bleibt jedoch vakant. Er kann die Ämter der Generalvikare und der Bischofsvikare in Form einer Delegation bestätigen, bis der neue Diözesanbischof sein Amt antritt. Die Aufgaben der Bistumsräte werden vom Konsultatorenkollegium übernommen.