Bistum Chur

Bischof Grab verstorben

Der ehemalige Churer Bischof Amédée Grab starb am 19. Mai 2019 unerwartet in einem Altersheim in Roveredo (GR).

Der in Genf aufgewachsene Antoine-Marie Grab trat in die Benediktinerabtei Einsiedeln ein und wurde 1954 zum Priester geweiht. Zunächst war er Lehrer in der Stiftsschule, dann startete er seine Karriere als Sekretär der Schweizerischen Bischofskonferenz (SBK).

Im Februar 1987 wurde er zum Weihbischof und im November 1995 zum Diözesanbischof von Lausanne-Genf-Freiburg ernannt. 1998 zum Bischof von Chur gewählt, präsidierte Grab die SBK von 1998 bis 2006. Zudem war er zwischen 2001 und 2006 Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen. In seiner Amtszeit als Bischof der Diözese Chur machte er Vitus Huonder zu seinem Generalvikar, der dann 2007 seine Nachfolge antrat.

Nach der Pensionierung wohnte Grab zunächst im Churer Priesterseminar und kehrte dann aus gesundheitlichen Gründen in sein Heimatkloster zurück. Doch schon nach kurzer Zeit wechselte er in das Pflegeheim Immacolata nach Roveredo, im italienischsprachigen Teil des Kantons Graubünden.

Josef Annen, Generalvikar für die Kantone Zürich-Glarus, zum Tod von Bischof Grab: «Aus dem Generalvikariat Zürich-Glarus danken wir Amédée Grab für die umsichtige Leitung unserer Diözese nach der Bistumskrise. Er hat neues Vertrauen geschaffen und zur Befriedung beigetragen.»

Text: pd

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Gespräch, das wir anfangs 2007 anlässlich Amédée Grabs Rücktritt als Bischof von Chur mit ihm geführt haben.