Katholische Synode

Ethik, Rechnung, Bauen und Abschied

An ihrer letzten Sitzung der Amtsperiode 2015–2019 zeichnete die Synode drei Abschlussarbeiten mit ihrem Ethik-Preis aus und verabschiedete drei Synodalräte.

Die drei Abschlussarbeiten, die mit dem Ethikpreis ausgezeichnet wurden, beschäftigten sich mit ethischem Handeln in der Bekleidungsbranche, mit der Frage nach dem Impfzwang und dem ethischen Umgang mit Geld in einer Pfarrei. Den mit je 2000 Franken dotierten Preis überreichte Ruth Thalmann an Neva Nann (Foto), Aline Regez und Claudia Nuber.

Das katholische Parlament nahm am 13. Juni ausserdem die Jahresberichte der Ombudsstelle, der Rekurskommission und der Katholischen Kirche im Kanton Zürich ab und genehmigte die Jahresrechnung 2018 der Körperschaft ohne Gegenstimme. Diese schliesst bei einem Ertrag von 61,8 Millionen Franken und einem Aufwand von 58,6 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 3,2 Millionen Franken. Dies dank höherer Beiträge der Kirchgemeinden (aufgrund höherer Steuereinnahmen), tieferer Baubeiträge und des in allen Ressorts eingehaltenen Budgets, wie Finanzvorstand Daniel Otth lobend erwähnte.

Zu diskutieren gab der Beitrag der Synode an die Bausanierung des Hauses der Katholischen Hochschulgemeinde aki. Der Beitrag von einer Million Franken war an sich unbestritten, doch der Zeitpunkt dazu schien einigen Synodalen zu früh: Sie wollten einen genaueren Kostenvoranschlag, eine fixe Baukommission und Sicherheit über das Vorhaben der Stadt Zürich bezüglich der Polytreppe, welche auf dem Grundstück des aki vorbeiführt. Die Finanzkommission der Synode wie auch der Synodalrat wollten den Beitrag jetzt sprechen, damit das Bauvorhaben starten und weitere Geldgeber angefragt werden können. Der Beitrag werde erst ausgezahlt, wenn die noch offenen Punkte geklärt seien, wurde argumentiert. Die Synode folgte schlussendlich diesem Antrag.Das Kirchenparlament genehmigte zudem den Zusammenschluss der Teile Hirzel und Schönenberg-Hütten mit den Kirchgemeinden Horgen respektive Wädenswil.

An dieser letzten Sitzung verabschiedete der selber auch zurücktretende Synodenpräsident Alexander Jäger die drei abtretenden Synodalräte André Füglister, Zeno Cavigelli und Ruth Thalmann sowie die Kommissionspräsidenten Peter Brunner, Primus Kaiser und Bruno Rüttimann. Viele Synodalen trugen im Hinblick auf den Frauenstreik-Tag den violetten Aufkleber «Gleichberechtigung.Punkt. Amen.»

Text: Beatrix Ledergerber