Meine Sternstunde

Klein aber gross

Marijan Markotić – Sozialarbeiter in der Pfarrei Dreikönigen, Zürich – teilt eine Sternstunde.

In einem Pinienpark in Süditalien, wo die Alten Boccia spielen und die Jungen gelangweilt herumhängen, kommt ein kleiner, geistig beeinträchtigter Mann und fängt an, die Laufbahn zu säubern. Während die ganze «gesunde» Welt wegschaut, nimmt der beeinträchtigte Mann die Schaufel, den Rechen und den Besen in die Hand und packt tüchtig an. Er macht das einzig Richtige – für das Gemeinwohl. Dabei bleibt er allein, «konkurrenzlos». Denn es käme sonst keinem in den Sinn, ihm zu helfen, geschweige denn eine Drecksarbeit um Gotteslohn zu leisten.

Das Paradoxe daran: Der beeinträchtigte Mensch wird von der Gesellschaft als nutzlos, gar belastend betrachtet. – Welch eine blinde, ungerechte und zynische Welt (zu der auch ich zähle)!

Ich verneige mich vor diesem kleinen-grossen Menschen und blicke beschämt auf unsere wahrlich beeinträchtigte Welt, voller Vorurteile und Indifferenz.

Text: Marijan Markotić

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Ein Licht, das mir aufgegangen ist.
Dieses Mal mit…

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Marijan Markotić, Sozialarbeiter in

der Pfarrei Dreikönigen, Zürich