Interview

Einheit ist kein Klotz

Elisabeth Reusser lebt seit 42 Jahren als reformierte Bernerin in einer
Fokolar-Gemeinschaft. Am Anfang stand die Suche einer 20-Jährigen
nach gelebtem Christentum.

Elisabeth Reusser, an der Hausecke ihrer Fokolar-Gemeinschaft hängt eine Plakette auf der «Ideale» steht. Was hat es damit auf sich?
Elisabeth Reusser: Das ist die Handschrift Chiara Lubichs. Unsere Fokolar-Gemeinschaft hat sie vor vielen Jahren um ein Motto gebeten. Sie hat uns das Wort «Ideale» mit auf den Weg gegeben.

Lubich war Italienerin. Es geht also nicht um einen Plural von «Ideal» …
… ja, das mag für Aussenstehende vielleicht seltsam absolut wirken, denn es gibt natürlich verschiedene Ideale, die damit nicht abgewertet sein wollen. Für uns als Gemeinschaft ist das Ideal der ersten Christen gemeint, das alltäg-liche Bestreben, das Evangelium zu leben.

In diesem Jahr wäre Chiara Lubich, die Gründerin der Fokolar-Bewegung, 100 Jahre alt geworden. Was bedeutet sie Ihnen?
Was mich an ihr beeindruckt hat, war ihre phänomenale Begeisterungsfähigkeit, ihre Lebendigkeit und auch ihre Gabe, sich mitzuteilen. Sie hat uns eindringlich vermittelt, dass es auf dieser Welt anders aussehen müsste, wenn wir das Evangelium wirklich radikal leben würden. Das hat mich als Jugendliche fasziniert. Ich habe zwar nicht zur 68er-Bewegung gehört, war aber auch überzeugt, dass es eine Revolution braucht, eine Revolution der Liebe.

Elisabeth Reusser erinnert sich an Chiara Lubich (33'')

 

 

Lubich war zweifellos eine Charismatikerin. War sie auch autoritär?
Ich habe sie vor allem als mitreissende Persönlichkeit erlebt. Die Dringlichkeit und Verbindlichkeit ihrer Botschaft hat mich – vielleicht gerade als Reformierte – angezogen. Ich fand mich davon aber nie unter Druck gesetzt.
Im Rückblick ist uns allen klar: Die Pionierzeit, in der Chiara Lubich alles, auch alle ihre In-tuitionen, mit uns teilte, und in der wir versuchten, diese sofort mit allen Kräften umzusetzen, das war eine faszinierende Zeit, die sicher manchmal auch auf Kosten der Gesundheit ging. Ich hatte aber nie den Eindruck, dass Chiara Lubich autoritär war, sie hatte einfach dieses dynamische Naturell.

Gab es Dinge, die Ihnen als Reformierte in der  Fokolar-Bewegung schwer gefallen sind?
Tatsächlich gab es eine Sache, die mich sehr beschäftigte, als ich vor der Entscheidung stand, fest in einer Fokolar-Gemeinschaft zu leben. Das bedeutete nämlich, die folgenden drei Gelübde abzulegen: Armut, Keuschheit und Gehorsam. Mit Armut und Keuschheit hatte ich keine Probleme. Aber der Gehorsam war für mich eine grosse Herausforderung, weil für mich als Reformierte das Leben vor dem Gewissen enorm wichtig war. Es war für mich deshalb eine Erleichterung, dass Chiara Lubich uns jungen Fokolaren eingeschärft hat, die Liebe sei das oberste Gebot, nicht der Gehorsam. Ich musste in den 42 Jahren nie blinden Gehorsam leisten.

Als Reformierte in einer Fokolar-Gemeinschaft (61'')

 

 

Wenn Fokolare von ihrer Gründerin reden,  sprechen sie immer von «Chiara». Das klingt sehr vertraut, kann für Aussenstehende aber auch ausschliessend wirken.
Auf meiner Suche nach einem christlichen Leben habe ich auch Taizé und andere christliche Bewegungen kennengelernt. Frère Roger und andere spirituelle Persönlichkeiten haben mich tief beeindruckt. Deshalb war für mich immer klar: Es gibt nicht nur Chiara Lubich. Es gibt auch die anderen Bewegungen und Charismen.
Als ich vor drei Jahren an einem Fokolar-Kongress in Rom war, hiess es unter italienischen Fokolaren häufig: «Chiara, Chiara, Chiara…» Darauf habe ich ihnen erklärt: «Schaut, ich habe das Fokolar als Reformierte gewählt und mich begeistert Chiara Lubich, aber es gibt auch die anderen Charismen.»

Wie war das mit Ihrer ersten Reise nach Loppiano, ins Schulungszentrum der Fokolar-Bewegung?
Nach der Konfirmation habe ich mich gefragt: Und jetzt? Wie geht das mit dem Teilen? Wie lebe ich das Christentum?
Diese Fragen haben mich als 20-Jährige in eine existenzielle Krise gestürzt, und so bin ich zusammen mit meiner Schwester Kathrin nach Taizé gereist. Das war bereits eine grosse Entdeckung. Dort bin ich dann mit einem jungen Priester ins Gespräch gekommen und habe ihm von meiner Suche erzählt. Er hat mir schliesslich den Tipp gegeben, nach Loppiano zu fahren. Damals hatte ich noch nichts von einer Fokolar-Bewegung gehört. Aber meine Schwester und ich sind dennoch mit Autostopp nach Italien
gefahren. Alles, was wir von Fokolar wussten, war die Adresse. Und morgens um sechs Uhr kamen wir in der Siedlung an.

Was geschah dann?
Wir wurden freundlich aufgenommen. Man hat uns herumgeführt. Junge Menschen erzählten vom Leben in der Siedlung, haben uns die vielen Werkstätten gezeigt, erklärten uns ihre Gütergemeinschaft. Nach diesem Tag schlief ich mit der Gewissheit ein: Diese christliche Gemeinschaft, nach der ich so dringend gesucht habe, sie existiert tatsächlich. Das war 1972.

Chiara Lubich war damals noch kein Thema?
Sicher haben sie uns in Loppiano von Chiara Lubich erzählt, aber das war für mich nicht
entscheidend. Für mich war es wirklich diese Gewissheit, eine Gemeinschaft junger Christen gefunden zu haben. Danach bin ich mit meiner Schwester weiter nach Assisi zu einer Maria-poli gefahren, einem Ferienmeeting der Fokolar-Bewegung.
Erst da habe ich die Fokolar-Spiritualität und auch ihre katholischen Wurzeln richtig kennengelernt. Uns war es zwar grundsätzlich immer noch wohl, aber vieles kam uns auch fremd vor, katholisch halt.
Wir haben uns dann mit einem tschechischen Priester, der Deutsch sprach, unterhalten und ihn über all das ausgefragt, was wir nicht verstanden. Er hat uns lange zugehört und am Ende zu uns gesagt: «Ihr gehört auch zu einer Kirche, zur reformierten Kirche. Und wisst ihr, für mich ist Urkirche dort, wo zwei oder drei im Namen von Jesus Christus versammelt sind. Da ist er mitten unter ihnen.» Das hat bei mir eine innere Revolution ausgelöst. Bis dahin war für mich Religion etwas sehr Individualistisches gewesen. Jetzt wurde mir bewusst, dass man Christentum nur gemeinschaftlich leben kann.

Und so sind Sie Fokolarin geworden?
Nicht sofort. Ich bin mit all meinen Eindrücken nach Hause zurückgekehrt, habe weiter versucht, das Evangelium im Alltag zu leben, aber ohne Gemeinschaft. Nachdem ich in Bern das Lehrerinnenseminar abgeschlossen hatte, bin ich dann nach Zürich gezogen, in eine WG mit anderen Jugendlichen. Da wurde mir die Absurdität der Trennung der Christen so richtig bewusst, wenn ich am Sonntag in den reformierten Gottesdienst ging und meine Mitbewoh-nerinnen in die katholische Messe. Das hat schliesslich mit den Ausschlag gegeben, in die Fokolar-Gemeinschaft einzutreten. Ich wollte mit der Einheit Ernst machen.

… und in den 80er-Jahren als Mitglied der FokolarGemeinschaft in Bern (oben rechts).

… und in den 80er-Jahren als Mitglied der FokolarGemeinschaft in Bern (oben rechts). Foto: Privatarchiv

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Einheit ist ein Begriff, der von Fokolaren häufig verwendet wird. Was verstehen Sie darunter?
Ich versuche es heute so auszudrücken: Diese Einheit ist eine dynamische Einheit in der Vielfalt. Es ist mein Wunsch, in grosser Offenheit meinen Beitrag zu leisten, wenn wir etwas besprechen, aber auch wenn wir etwas entscheiden. Und gleichzeitig mit völliger Offenheit zuhören zu können. Und das immer im Vertrauen, dass dieser Jesus, der unter uns ist, noch etwas Drittes hervorbringt. Einheit ist für mich überhaupt kein Klotz von Uniformität.

Aus Ihrer Antwort höre ich heraus, dass Sie früher auf meine Fragen anders geantwortet hätten.
Früher hätte ich vielleicht noch nicht den Mut gehabt, mein Verständnis von Einheit so reformiert auszudrücken. Nach dem Gewissen zu handeln, war das oberste Gebot, dass mir mein Vater mitgegeben hat. Früher gab es deshalb immer wieder Situationen in der Fokolar-Gemeinschaft, in denen ich gesagt habe: Okay, ich kann mich mit dieser Entscheidung schon einverstanden erklären, aber vor meinem Gewissen muss ich doch noch etwas zu bedenken geben. Das tue ich heute immer noch, aber noch viel bewusster und reflektierter. In Einheit und gleichzeitig in Gewissensfreiheit zu leben, das ist für mich längst kein Widerspruch mehr.

Ein anderes Schlüsselwort für Fokolare ist der verlassene Jesus. Können Sie mir dieses Bild erklären?
Während meiner Ausbildungszeit in Loppiano war ich unter 180 jungen Menschen die einzige Reformierte. Trotzdem habe ich mich als Teil einer tollen kirchlichen Gemeinschaft gefühlt. Wenn ich aber am Sonntag in den Waldensergottesdienst nach Florenz fuhr, fühlte ich mich ausgeschlossen, weil ich immer wieder mit Spitzen gegen die Katholiken konfrontiert wurde. Manchmal bedrückte mich das so sehr, dass ich Mühe hatte, zum Abendmahl zu gehen.
Es war eine schwierige Situation: Einerseits schätzte ich meine katholischen Freunde und gleichzeitig wollte ich meine reformierten Wurzeln pflegen. Es war ein Gefühl von Heimatlosigkeit. Und da hat mir das Bild vom verlassenen Jesus geholfen. Von Jesus, der diese Verlassenheit am Kreuz auch und noch viel existenzieller erlebt und durchlitten hat. Da wurde mir klar, dass ich mein Leben als Christin nur dann durchhalten kann, wenn ich nicht nur den «prachtvollen» Jesus in der Mitte wähle, sondern auch den verlassenen Jesus.

Haben Sie nie überlegt, diese Spannung durch den Eintritt in die katholische Kirche aufzulösen?
Innerlich habe ich immer gespürt: Das kann und will ich nicht. Ich kenne die katholische Kirche inzwischen sehr gut und bin Gott dankbar, was ich dadurch alles erfahren durfte. Die Universalität der katholischen Kirche beeindruckt mich beispielsweise sehr. Ab und zu gehe ich auch in die Messe. Aber innerlich spüre ich, dass ich zur reformierten Kirche gehöre. Für mein Glaubensleben sind das Wort und das freie Gebet nach wie vor wesentlich.

Über die Zukunft der Fokolar-Gemeinschaften (37'')

 

 

Chiara Lubich ist 2008 gestorben. Wie haben Sie die Zeit danach erlebt?
Zunächst einmal haben wir mit Maria Voce genau die richtige Präsidentin für diesen Übergang gefunden. Sie sieht sich nicht als Nachfolgerin Chiara Lubichs. Ich kann mich noch gut erinnern, wie sie vor zwölf Jahren beim ersten Einkehrtag viele unserer Fragen an uns zurückgegeben hat. Bildlich gesprochen: Sie geht nicht voran, sondern Schulter an Schulter mit uns.
Das derzeitige Präsidium macht auch immer wieder deutlich, dass es nicht ums Konservieren geht. Chiara Lubich und ihre ersten Gefährtinnen haben uns als Pionierfrauen unglaublich viel Dynamik geschenkt, nun gilt es, diese Aufbrüche zu leben und mitten im Leben zu entfalten. In unserem Leben. An unseren Orten.

Gibt es auch Dinge, die Sie in der Bewegung als schwierig erlebt haben?
Ich habe bis zu meiner Pensionierung vor vier Jahren immer als Lehrerin gearbeitet. Dort hat mir meine Spiritualität im Umgang mit Schülerinnen und Schülern, mit Kolleginnen und Kollegen immer sehr geholfen. Mit der Pensionierung habe ich mich aber plötzlich wieder stärker als «Re-formierte» unter «Katholiken» wahrgenommen. Beispielsweise wenn ich meine Lesungen gehalten habe, während die anderen in die Messe gingen. Ich glaube, dass wir unsere Spiritualität, unsere Beziehung mit Gott immer noch zu oft individualistisch pflegen. Wir sind deshalb gerade in unserer Gemeinschaft hier in Zürich sehr intensiv daran, noch mehr gemeinsame Momente zu finden. Seit zwei Monaten beginnen wir beispielsweise den Tag mit einem gemeinsamen Moment der Besinnung, in dem reformierte genauso wie katholische Elemente ihren Platz haben.

Ich erlebe Sie in diesem Gespräch als sehr vitale, engagierte, wache Frau. Macht Sie der ökumenische Stillstand nie ungeduldig?
Ganz spontan und ganz persönlich: Was die Ökumene angeht, kann ich das Gesicht des verlassenen Jesus manchmal fast nicht mehr sehen. Ich kann mich nicht einfach ergeben in diese Situation der Trennung. Persönlich bin ich überzeugt: Da muss etwas gehen. Ein Freund hat mir deshalb zur «revolutionären Geduld» geraten.
Ich habe im Laufe von beinahe 50 Jahren die katholische Kirche so gut kennen und schätzen gelernt. Es braucht aber auch das vertiefte Kennenlernen der reformierten Kirche. Im letzten Jahr haben wir aus Anlass des Zwingli-Jubiläums ein Wochenende zur reformierten Spiritualität angeboten. Dabei ging es unter anderem um das Eindringen in die Theologie Zwinglis – Einführung ins Abendmahl und dessen Feier. Das war für viele Katholiken eine Offenbarung, weil sie zum ersten Mal ihr Verständnis für das reformierte Abendmahl entdecken konnten in einer fast greifbaren Gegenwart des Auferstandenen unter uns. Wir müssen solche Momente erleben, um uns bis in die Tiefe verstehen zu können. Das Verständnis von Eucharistie respektive Abendmahl ist nicht das, was uns letztlich trennt.

Und wie geht es Ihnen damit, dass derzeit ein Seligsprechungsprozess für Chiara Lubich läuft?
Ich persönlich brauche keine Seligsprechung. Ich glaube sogar, dass dies Chiara nicht wirklich entspricht, denn das Erreichen einer persönlichen Heiligkeit war nie ihr Ideal. Gleichzeitig habe ich im Laufe der teilweise sehr kontroversen Diskussionen unter uns Fokolaren auch begriffen, dass eine Seligsprechung beispielsweise für orthodoxe Fokolare bedeutsam wäre, weil das aus orthodoxer Sicht praktisch einer Anerkennung ihres Engagements gleichkäme.

In einer Herzenssache ist Chiara Lubich gescheitert: Noch immer verhindert das katholische Kirchenrecht, dass Christen anderer Konfessionen  vollwertige Fokolar-Mitglieder sein können.
Ja, das war tatsächlich ein sehnliches Anliegen von Chiara Lubich, dass wir Fokolare der anderen Konfessionen auch von der katholischen Kirche als Mitglieder der Bewegung anerkannt werden. Als es Chiara Lubich schon sehr schlecht ging, habe ich dem damaligen Papst Bene-dikt XVI. deshalb einen Brief geschrieben und ihn gebeten, ihr diesen Wunsch doch zu erfüllen. Ich habe darauf eine freundliche, aber leider nichtssagende Antwort erhalten. Auch Maria Voce hat sich dafür bei Papst Franziskus erneut eingesetzt. Aber auch da haben wir noch einen Weg zu gehen… zu einer Einheit in Vielfalt.

Und was erhoffen Sie sich von Ihrem eigenen Weg?
Je älter ich werde, desto realistischer und klarer sehe ich meine Grenzen und Unvollkommenheiten. Umso stärker ermutigt mich gerade deshalb das, was auch Chiara Lubich als Grund-lage ihres Lebens erkannte: Unendlich von Gott geliebt zu sein, unabhängig wie und wer ich bin. Das beflügelt mich, immer wieder neu anzufangen – mit mir und den andern.

Text: Thomas Binotto

Angebot laufend

Elisabeth Reusser (1952), auf einem Bauernhof im bernischen Steffisburg aufgewachsen, hat über vierzig Jahre als Primarlehrerin unterrichtet. Davon zwanzig Jahre eine Klasse für fremdsprachige Schülerinnen und Schüler in Bern, danach bis zur Pensionierung auf der Mittelstufe im Kreis 4 in Zürich.

Elisabeth Reusser erinnert sich an Chiara Lubich (33'')

Als Reformierte in einer Fokolar-Gemeinschaft (61'')

Über die Zukunft der Fokolar-Gemeinschaften (37'')

 

 

Angebot laufend

Chiara Lubich(1920 – 2008)

 

Geboren am 22. Januar 1920 in Trient (Norditalien).

 

Ihre Mutter ist überzeugte Christin, der Vater engagierter Sozialist.

 

Unterbrechung des Philosophiestudiums durch den Krieg, danach Ausbildung zur Primarlehrerin.

 

7. Dezember 1943: Gelübde, mit dem sie sich Gott weiht. Dieses Datum wird als der Beginn der Fokolar-Bewegung angesehen. Erste Gemeinschaften in Trient. Diese werden von Besuchern als «focolare» bezeichnet, als wärmende Feuerstelle, um die man sich versammelt.

 

1962: Erste Anerkennung der Bewegung durch Papst Johannes XXIII. 

 

Ausbreitung und Entwicklung in allen Kontinenten. Heute zählt die Bewegung weltweit ungefähr 120 000 Mitglieder – davon ungefähr 1000 in der Schweiz.

 

Gestorben am 14. März 2008 in Rom.

 

 

 

Bernd Aretz (Hg.): Chiara Lubich – Ein Leben für die Einheit.

Verlag Neue Stadt 2019. ISBN 978-3-7346-1209-1