Leben in Beziehung

Ostern zu Hause

Karfreitag, Osternacht und Ostersonntag: Das können wir auch zu Hause feiern. Mit einer kleinen Feier, Kerzen und einer typischen Osterspeise.

Kleine Karfreitagsfeier

Ein schwarzes Tuch wird in die Mitte gelegt und darauf eine brennende Kerze gestellt, rundherum ein paar grüne Zweige.
Input: Die Palmzweige erinnern uns an den Einzug Jesu in Jerusalem. Die Menschen freuten sich auf Jesus, sie rissen Ölzweige ab, um ihm zuzuwinken.  Sie
feierten ihn als ihren König.

Lesung: Joh 18, 1–19, 42; oder Kurzfassung aus einer Kinderbibel
Input: Beim Tod Jesu die Kerze auslöschen. Auf die Trauer der Jünger hinweisen: Jesus war für sie das Liebste, was sie hatten, auch ihre grosse Hoffnung. Mit dem Tod Jesu hatten sie alles verloren.

Austausch: Was macht uns traurig? Einen Moment in der Trauer/Stille bleiben.

Gebet:
Jesus Christus,
erst umjubelt und dann fallen gelassen,
erst stürmisch gefeiert und dann verstossen,
erniedrigt und mit Dornen gekrönt,
bist du deinen Weg gegangen,
bis zum Tod am Kreuz.
Wir erkennen den Weg der Liebe,
die schwierige Wege nicht scheut,
die dem Leiden nicht ausweicht,
die selbst den Tod auf sich nimmt,
damit Leben möglich wird.
Dafür danken wir dir und preisen deinen Namen in Ewigkeit.
Unbekannt


Kleine Osterfeier

Ein helles Tuch in die Mitte legen. Ausgelöschte Kerze in der Mitte. Zimmer abgedunkelt.Lesungen: Gen 1.26–31a; Jes 55, 1–11; Mt 28, 1–10. 
Kerze entzünden, Zimmer erhellen, Blumen rund um die Kerze stellen. Ein Alleluja-Lied singen (z. B. von Taizé).

Gebet:
Der Gott des Lichtes und des Lebens strahle leuchtend auf über uns.
Er lasse uns spüren das Feuer der Liebe und wärme unsere Herzen mit seiner
Lebensglut,
damit wir erkennen seine Güte und seine Barmherzigkeit,
die überreich sind für jeden von uns.
Er lasse uns aufstehen,
wenn Leid unser Leben lähmt –
und lasse uns seine Stimme hören, wenn er ruft: Ich will, dass du lebst.
Das gewähre uns Gott, der für uns Licht ist am Tag und in der Nacht:
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
Unbekannt


Pashka

Eine typische Osterspeise in der russisch-orthodoxen Kirche ist Pashka, eine Art Käsekuchen. Pashka gilt als Symbol der Auferstehung. Es wird nach dem Ostergottesdienst als Fastenbrechen gegessen.

Zutaten:
500 g Speisequark
100 g Butter
100 g Zucker
¼ l Rahm
3 Eigelb
50 g Rosinen
50 g gehackte Mandeln
100 g kandierte Früchte
bunte Zuckerperlen

Nach dem Öffnen der Quarkpackung Molke abgiessen. Rosinen mit heissem Wasser übergiessen. Butter mit Eigelb und Zucker schaumig rühren. Quark, Rahm, Rosinen und Mandeln untermischen. Die Masse in einen ausgekleideten Blumentopf füllen und diesen in eine Schüssel stellen (da Flüssigkeit austritt). Mit einem Tuch bedecken und mit einer mit einem Stein beschwerten Untertasse abdecken. 24 Stunden trocknen lassen. Die fertige Pashka wird auf eine Platte gestürzt, mit Früchten und Mandeln verziert. Man kann auch mit Zuckerperlen die Buchstaben X und B eindrücken. Sie stehen für: «Christus ist auferstanden.»

Quellen für die Feiern: Magnificat.de, www.gebetbuch.com, HGU-Lektion, bl

Quelle für das Rezept: Monika Tworuschka: «Zu Gast bei den Religionen der Welt», Herder spektrum 2000.

Angebot laufend

Leserbrief

Ein herzliches Dankeschön für Inspiration zur kleinen Osterfeier mit der Familie! Es wurde für unsere Kinder (13, 7 und bald 3 Jahre) und natürlich uns Eltern zu einer unvergesslichen kleinen Feier zu Hause. Die Passion Christi konnten wir ihnen so kurz und feierlich überbringen.

Barbara Müller und Familie, Guntalingen

Text: Beatrix Ledergerber

Angebot laufend

Liturgische Texte für die Osterzeit
www.magnificat.de

Anregungen für das Feiern zu Hause
www.liturgie.ch

Gebete für Gross und Klein
www.beten-online.de

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