Im Züripiet dihei

Solidarität in Aktion

Zeitgleich mit den einschneidenden Massnahmen gegen das Corona-Virus ging die Website «Solidarität für Zürich» von Katholisch Stadt Zürich online.

Das Prinzip ist einfach: Eine zentrale Hotline, bestehend aus Jugendarbeitenden und Freiwilligen aus verschiedenen Stadtzürcher Kirchgemeinden und Pfarreien, nimmt telefonische und schriftliche Hilfs-Anfragen entgegen und leitet diese an einen Pool von freiwilligen Helferinnen und Helfern weiter. Zahlreiche Personen suchen Unterstützung beim Einkauf oder für einen Postbotengang. Es gibt aber auch komplexere Anfragen, wie beispielsweise zur Unterstützung des Personals in einem Altersheim oder die Inhouse-Betreuung von Kindern, während die Eltern im Homeoffice arbeiten müssen.

In den ersten acht Tagen wurde bereits rund 200 Betroffenen Hilfe vermittelt und Freiwillige waren bereits über 350 Mal im Einsatz. «Wir arbeiten mit einem Team von rund acht Mitarbeitenden pro Tag. Dabei nehmen wir uns für die einzelnen Anfragen bewusst Zeit und suchen für jede Person eine passende Lösung», sagt Simon Brechbühler, Initiant der Aktion. Franziska Imfeld, Leiterin vom Alterszentrum Peter und Paul in Zürich, sagt: «Wir freuen uns über die vielen Jungen, die sich für ältere Menschen engagieren. Zwei Tage nach der ersten Kontaktaufnahme stand bereits ein junger Freiwilliger vor der Türe und hat all unsere Einkaufswünsche entgegengenommen. Einen Einkaufswagen voller kleiner Säcke hat er zurückgebracht und strahlende Gesichter herbeigezaubert.» Und eine Rentnerin aus Zollikon sagt: «Ich bin dankbar, dass Jugendliche aus dem Quartier für mich eingekauft haben und jemand aus dem Seelsorgeteam regelmässig mit mir telefoniert hat!»

Text: Pressedienst