Kultur

Labyrinthe erleben

Wie zeichnet man ein Labyrinth? Und wo gibt es in Zürich Labyrinthe?

Labyrinthe zeichnen

Wie zeichne ich ein Labyrinth? – Die Lösung ist ganz einfach, wenn man sie kennt. Die Labyrinth-Blogger Erwin Reißmann und Andreas Frei erklären es besonders anschaulich.
bloggermymaze.wordpress.com/2008/06/29/wie-zeichne-ich-ein-klassisches-labyrinth

Weil jeder Irrgarten im Grunde auch ein mathematisches Rätsel ist, lässt er sich auch digital generieren. Unbedingt ausprobieren!
www.rechner.club/raetsel/labyrinth-generieren
www.mazegenerator.net

Labyrinthe begehen

Mitten in der Stadt Zürich gibt‘s einen Labyrinth-Platz. Als der Kanton zum 700jährigen Bestehen der Eidgenossenschaft einen Zukunfts-Wettbewerb ausschrieb, reicht eine Frauengruppe ihr Projekt mit der folgenden Begründung ein: «So selbstverständlich wie Fussballplätze, Bibliotheken, Hallenbäder und andere öffentliche Einrichtungen sollte in grösseren Gemeinden und Städten ein Labyrinthplatz zur Verfügung stehen, von Frauen initiiert, verwaltet und in Absprache mitgestaltbar, frei zugänglich für alle, als Ort der Besinnung, als Neuorientierung in der Gegenwart, als Kulturmuster für Umgangs- und Begegnungsformen im öffentlichen Raum.»

Nicht nur, dass dieser Vorschlag prämiert und 1991 umgesetzt wurde, er erfüllt bis heute seine damals  gefordertes Bestimmung. Im Zeughausareal lädt an jedem Tag im Jahr ein Labyrinth in klassisch-kretischer Form zu Einkehr und Umkehr ein. Ein Verein pflegt diese Oase und organisiert auch zahlreiche Veranstaltungen im und ums Labyrinth.
www.labyrinthplatz.ch/

Nicht nur in der Stadt, im ganzen Kanton Zürich gibt es eine ganze Reihe von Labyrinthen zu begehen - nicht wenige davon wurden von kirchlichen Institutionen angelegt. In Dübendorf und Effretikon beispielsweise von katholischen Pfarreien. Einen Überblick zu Labyrinthen in der Schweiz gibt’s unter
www.labyrinth-international.org/schweiz.html

Auf dem Juckerhof in Seegräben im Zürcher Oberland kann man anschaulich den Unterschied zwischen Irrgarten und Labyrinth entdecken. Hier gibt es nämlich beides - und die Wege sind von mehreren tausend Apfelbäumen gesäumt.
www.juckerfarm.ch/hoferlebnis/juckerhof/oepfelgarte/

Das grösste Maislabyrinth der Schweiz ist streng genommen ein Irrgarten. In Langrickenbach im Thurgau kann man sich auf 3296 Metern verlieren und wieder finden.
www.maila-maislabyrinth.ch

Text: Thomas Binotto