Schaufenster: Bildband

Die Pflanzenbilder des «I. H.»

Vor einiger Zeit wurde im Botanischen Museum der Universität Zürich eine rätselhafte Serie von bestechend schönen Glasdias entdeckt.

Fünf Holzkästen mit handkolorierten Glasdiapositiven von Pilzen, Flechten, Moosen, Farnen und Blütenpflanzen, viele von ihnen versehen mit den Initialen «I. H.». Die Recherche gab Anlass zu einer Spurensuche mit wissenschaftlichen, kulturellen und historischen Aspekten. Aufgrund der verwendeten Technik mussten die Lichtbilder Ende des 19. oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden sein.

Doch wer verbarg sich hinter den Initialen? Das Rätsel konnte gelöst, der Urheber als Josef Hanel (1865–1940) identifiziert werden, ein Meister des fotografischen Handwerks und begnadeter Künstler. Ursprünglich Dekorationsmaler, spezialisierte er sich auf die Herstellung farbiger Lichtbilder zu Lehrzwecken. Dieses Buch erzählt die spannende Geschichte der Spurensuche, zeichnet Hanels Lebenslauf nach und präsentiert erstmals die 208 Pflanzenbilder aus der Zürcher Sammlung. Bilder von ganz eigenem Charme und künstlerischer Qualität – ein Zeitzeuge der Geschichte der Fotografie und eine Entdeckung für alle Pflanzeninteressierten.

Text: Christoph Wider

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Die Pflanzenbilder des «I. H.»

Eine rätselhafte Sammlung handkolorierter Glasdiapositive.
Christiane Jacquat. AT Verlag 2019.
228 Seiten. Fr. 49.90.
ISBN 978-3-03902-000-3-1