Schaufenster

Kann denn Liebe Sünde sein?

Ringvorlesung des Zürcher Instituts für Interreligiösen Dialog in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich.

«Deine Brüste sind wie die Zwillinge einer Gazelle, die in den Lilien weiden». Wer würde einen solchen Satz einer heiligen Schrift, und erst noch der Bibel, zuordnen? Ein Gang in sechs Vorlesungen durch die Heiligen und andere Schriften der drei abrahamitischen Religionen und Kulturen. 

28. Oktober: Das «Hohelied»
Ein literarisches Denkmal der Erotik, besingt in der Hebräischen Bibel in siebenundzwanzig Variationen die Liebe zwischen Mann und Frau. (Prof. Dr. Stefan Schreiner)

4. November: Alles Lustvolle ist Sünde – Ist alles Lustvolle Sünde?
Die christliche Religion hat die lustvolle Liebe (Eros) und die göttliche Liebe (Agape) auseinandergerissen und sexuelle Lust und Sünde praktisch gleichgesetzt. (Dr. Doris Strahm)

11. November: Eros – ein Muslim?
Tausendundeine Nacht, diese Ode an die Liebe, die keine Tabus kennt, wurde in der islamischen Welt selbst tabuisiert. (Dalila Zouaoui Becker)

18. November: Liebe, Sex und Allah
In der muslimischen Tradition werden Liebe und Sex als Geschenk Gottes genossen. Unter dem Einfluss der (westlichen) Moderne floss zunehmend Prüderie in die muslimische Kultur ein. (Dr. Ali Ghandour)

25. November: Wo ist der Körper geblieben?
Das Judentum hat eine lange Beziehungsgeschichte zu Körperlichkeit und Sexualität. Wie und unter welchen Einflüssen haben sich diese Vorstellungen gewandelt? (Raphael Pifko)

2. Dezember: Das Geschlecht Gottes. Eine Frage des Monotheismus?
«Lasst uns den Mneschen machen als unser Bilde, uns ähnlich», spricht Gott in der Genesis, und «als Mann und Frau schuf er sie». Gott ist also beiderlei Geschlecht. Warum sprechen wir von «Ihm» und nicht auch von «Ihr»? (Dr. Andreas Losch)

Text: Beatrix Ledergerber

Angebot laufend

Je Mi, 28. Oktober bis 2. Dezember, 19.30 – 21.00,

Uni Zürich, Rämistrasse 71.

Einzeln Fr. 30.–

Alle Vorlesungen Fr. 150.–

Zürcher Institut für Interreligiösen Dialog in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich.

Anmelden bis: 19. Oktober 2020

www.ziid.ch