Editorial

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Begeisterung ist Wind für meine Segel.

Ruhige, sonnige Ferienwochen in Zürich; faszinierende Reisen; spannende olympische Wettkämpfe; Weltjugendtag … Auch in diesem Sommer gab es für viele Menschen Momente voller Begeisterung und Freude – besonders wenn sie als nicht selbstverständlich empfunden wurden und vorab mit Anstrengungen verbunden waren.

«Begeisterung ist der Wind für meine Segel» – dieses Sprichwort drückt aus, dass Begeisterung uns im Leben weiterbringt und uns neue Horizonte öffnet. In der Kindererziehung war es unser grösstes Anliegen, offene Ohren, Augen und Herzen zu haben, um herauszufinden, was unsere Kinder begeistert, sie interessiert und fasziniert. Dann musste man ihnen nur Material, Möglichkeiten und Zeit geben, um ihre Begeisterung auszuleben – so haben sie am meisten gelernt, ihre Talente entdeckt und entfaltet. Zu Beginn waren das Bauernhof, Tiere, die Appenzellerbahn oder die unglaublichsten Bastelideen, später Musik, Sport oder Blauring.

Begeisterte Menschen werden manchmal belächelt, als idealistisch und abgehoben angesehen. Interessanterweise waren unsere Kinder nie enttäuscht, wenn die Realisierung eines Projektes, das mit riesiger Begeisterung angegangen wurde, nicht ganz so grossartig herauskam wie vorgestellt. Wichtig war, dass sie etwas gestalten, ihr Werk erleben, ihr durch Interesse gewonnenes Wissen zeigen konnten.

Am Weltjugendtag fragte der Papst die jungen Menschen: «Können wir etwas verändern?» Sie riefen begeistert: «Ja!». Sicher, auch diese Jugendlichen werden erfahren, dass es nicht so einfach ist, die Welt zu verändern. Sie werden manchmal mutlos werden, wenn sie den Eindruck bekommen, es werde alles schlimmer. Doch die Erinnerung an Momente der Begeisterung, besonders im Glauben, wird ihnen immer wieder die Kraft geben, das zu tun, was ihnen möglich ist. So wie es auch Mutter Teresa getan hat. Und das – von allen zusammen getan – das verändert die Welt – fortlaufend.

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